Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Nach Jahren der Blockade: Kiew und Budapest starten neue Verhandlungen über ungarische Minderheit in der Ukraine

Anhören ( 1 min )
Nach Jahren der Blockade: Kiew und Budapest starten neue Verhandlungen über ungarische Minderheit in der Ukraine
Nach Jahren der Blockade: Kiew und Budapest starten neue Verhandlungen über ungarische Minderheit in der Ukraine
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Ukraine und Ungarn haben Gespräche über die Rechte der ungarischen Minderheit in der Westukraine aufgenommen. Die neue ungarische Aussenministerin Anita Orbán erklärte, die Verhandlungen auf Expertenebene sollten bereits am Dienstag beginnen und den Weg für eine «rasche und beruhigende Lösung» der Streitfragen ebnen. Damit deutet sich erstmals seit Jahren eine Annäherung zwischen Kiew und Budapest an.

ROBERT GHEMENT / KEYSTONE
Der ukrainische Praesident Wolodimir Selenski in Bukarest (Symbolbild)
ROBERT GHEMENT / KEYSTONE

Der Konflikt um die Rechte der ungarischen Minderheit gilt als eines der grössten politischen Hindernisse für den EU-Beitritt der Ukraine. Die Regierung des früheren ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán hatte die Verhandlungen über den ukrainischen EU-Beitritt wiederholt blockiert und dabei insbesondere Sprach- und Bildungsrechte der rund 150.000 ethnischen Ungarn in der Ukraine ins Zentrum gestellt. Budapest verweigerte bislang die Zustimmung zur Öffnung offizieller Verhandlungskapitel mit Brüssel.

Nun mehren sich jedoch die Hinweise auf einen Kurswechsel. Vorausgegangen waren direkte Gespräche der Aussenminister beider Länder am Wochenende. Laut Politico hoffen Beobachter in Brüssel, dass Ungarn seine Blockade bereits im Juni teilweise aufgeben könnte. Nach Angaben ukrainischer Vertreter sollen in den kommenden Monaten bis zu fünf Verhandlungskapitel geöffnet werden. Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha erklärte zuletzt, Kiew strebe weiterhin ein EU-«Mitgliedschaftsabkommen» bis 2027 an.

Ein vollständiger EU-Beitritt der Ukraine bleibt dennoch umstritten. Innerhalb der Europäischen Union gibt es keine Einigkeit über Tempo und Umfang einer Aufnahme. Deutschland brachte zuletzt ein Modell einer «assoziierten Mitgliedschaft» ins Spiel, das Kiew ablehnt. Die EU-Kommissions-Präsidentin favorisiert dagegen einen Mittelweg, wonach die technischen Beitrittsgespräche bis Ende 2027 abgeschlossen werden könnten.

Nach Angaben eines hochrangigen EU-Rats-Vertreters fehlt Budapest inzwischen selbst ein Teil der Unterlagen zum ukrainischen Beitrittsprozess, weil die ungarische Regierung die Gespräche lange faktisch boykottiert hatte. Vor dem nächsten EU-Gipfel am 18. und 19. Juni laufen nun intensive Bemühungen, eine Verständigung zwischen Kiew und Budapest zu erreichen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.