Angela Merkel hat recht: Die Ex-Kanzlerin empfiehlt den Europäern, mit Kremlchef Wladimir Putin zu reden. Gespräche dürfe man nicht allein Donald Trump überlassen.
Ganz langsam beginnt sich diese Erkenntnis durchzusetzen. Mainstream ist sie freilich noch nicht. Vor allem an der Spitze der EU setzt man weiter auf eine militärische Lösung.
Doch Merkels Stimme zählt. Immerhin hatte sie in ihrer Amtszeit einen guten Draht zu Putin, handelte mit ihm das Minsker Abkommen aus. Daher wurde sie jetzt als mögliche Vermittlerin genannt.
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Doch hier fängt das Problem an. Moskau wird sie nicht als ehrliche Maklerin akzeptieren. Dafür hat sie selbst gesorgt, als sie enthüllte, dass ihre Minsker Friedensgespräche nicht mehr waren als ein Täuschungsmanöver. Der Ukraine sollte nur Zeit verschafft werden, aufzurüsten für einen Krieg gegen Russland.
Aber vielleicht meint sie es diesmal ernst. Dann hätte sie womöglich einen Ball ins Rollen gebracht. Keinen Augenblick zu früh.