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Liebe Julia Ruhs

Ich habe Sie gerade in Ihrem neonfuturistischen Studio gesehen, in Ihrer «Klar»-Sendung. Blonde Haarwelle, blaue Augen, Bluse im Retro-Chic, kühl und klug und jung, durchsichtige Wände, transparent und hell das alles – insgesamt ein junges konservatives Gegen-«Panorama». 

Natürlich liess man das im roten NDR nicht zu, vor allem die dort herrschenden Platzhirsche nicht. Weshalb sich die Moderatorin Anja Reschke an die Spitze eines Aufstands gegen Sie gestellt hat. Sie meinte sehr öffentlich, Sie seien «ein bisschen rechtsradikal».Was natürlich nicht nur ein bisschen fies und stutenbissig war gegen eine, die auch noch aussieht wie Milch und Honig. Die aber vor allem ihre eigene Vorstellung von Journalismus hat, nämlich jenseits des linken und regierungsnahen Lagers mit all seinen Fleischtöpfen nach der Wahrheit zu suchen, wenn es etwa um die Nöte der Bauern geht oder um die Opfer einer ungeregelten, illegalen Immigration.

Jann Wilken/NDR
Bleiben Sie standhaft! Moderatorin Ruhs.
Jann Wilken/NDR

Rund 250 Ihrer «Kollegen» haben einen von Reschke und Co. erdachten Brandbrief gegen Sie unterschrieben! In diesen Eintopf an Gehässigkeit sind natürlich die unterschiedlichsten Inter-essen und Charakterdefizite gerührt: politische Agenda, aber auch Duckmäusertum, Peer-Druck, Karriere-Erwägungen. Viele von uns auf der alternativen Seite haben ähnliche Tribunale durchstehen müssen.

Ich hoffe nun, dass Ihr Haussender, der BR, Sie und Ihr «Klar»-Format schützt und dass Sie der Versuchung widerstehen, dadurch aus der Schusslinie zu kommen, dass Sie gegen die AfD losledern, wie es manche unserer Kollegen so perfekt beherrschen.

Bleiben Sie standhaft! An Ihrem Widerstand zeigen sich die Risse des Monolithen ARD, wie sie sich ja bereits in den Fällen des «Tagesschau»-Sprechers Constantin Schreiber oder des Redakteurs Andreas Teske auftaten. 

Vielleicht bringen ja Sie nun, Julia Ruhs, mit Ihrem unbeeindruckten blonden Lächeln die ARD-Bonzen-Konstruktion mitsamt ihren hochdotierten ideologischen Kampfaufträgen jetzt endlich zum Einsturz. 

 

Mit freundlichen Grüssen
Matthias Matussek

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