Die Schweizer Stromkonzerne Axpo, Alpiq, BKW und Repower erzielen hohe Gewinne und schütten Milliarden an ihre staatlichen Eigentümer aus. Dies berichtet die NZZ. Zwischen 2017 und 2026 erhielten die Kantone kumulierte Dividenden von rund 3,6 Milliarden Franken, davon etwa 1,8 Milliarden allein in den vergangenen zwei Jahren. Ein wesentlicher Teil der Erträge stammt aus dem internationalen Energiehandel, der laut Geschäftsberichten zunehmend an Bedeutung gewinnt.
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In der Industrie stossen die hohen Gewinne auf Kritik. «Die hohen und volatilen Strompreise führen zu überdurchschnittlichen Gewinnen bei Stromkonzernen und gleichzeitig zu einer massiven Mehrbelastung der energieintensiven Industrie», sagt Carla Hirschburger-Schuler von der Interessengemeinschaft energieintensive Branchen der Zeitung. Auch steigende Netzkosten belasteten die Unternehmen zusätzlich. Swissmem fordert, Gewinne stärker in die Infrastruktur zu investieren. «Die Kantone sollten die Stromkonzerne nicht melken, sondern ihre Gewinne zur Stärkung der Strominfrastruktur einsetzen», erklärt Jean-Philippe Kohl.
Die Berner Regierung bezeichnet die Dividendenausschüttung als «angemessen». Der Kanton Graubünden spricht von einer «vertretbaren» Gewinnmarge. Zürich betont, man habe keinen Einfluss auf die Strompreise, hält aber fest: «Dass die Zürcher Steuerzahlerinnen und Steuerzahler von den Beteiligungen des Kantons an Energieunternehmen profitieren – dagegen ist nichts einzuwenden.»