Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Denkfaule Politikerin: Elisabeth Schneider-Schneiter will EU-Verträge nicht lesen und schreibt für Rede beim NZZ-Chefredakteur ab

Elisabeth Schneider-Schneiter hat schon früh klargemacht, wie genau sie die EU-Verträge lesen wird. Vor deren Veröffentlichung schrieb die Mitte-Nationalrätin auf X: «Hand aufs Herz: Wer liest die Vertragstexte tatsächlich? Entscheidend ist nicht, ob man 1500+ Seiten gelesen hat – sondern ob man bereit ist, sich sachlich und lösungsorientiert mit der Zukunft der Schweiz in Europa auseinanderzusetzen.»

© KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Nationalraetin Elisabeth Schneider-Schneiter, Mitte-BL, spricht an einer Medienkonferenz von der Allianz fuer die Umsetzung der OECD-Mindeststeuer, am Donnerstag, 11
© KEYSTONE / ANTHONY ANEX

Ganz offensichtlich hat Schneider-Schneiter nicht nur keine Lust zum Lesen. Auch schreiben und reden mag sie nicht – jedenfalls nicht in eigenen Worten. So hat sie in ihrer Rede beim Sommerapéro der Handelskammer beider Basel (HKBB) jüngst gesagt (Zitat aus dem Bericht der BZ Basel):

«Eine enge Zusammenarbeit mit der EU ist eine Rückversicherung in einer unberechenbaren Welt.» Wer das nicht wenigstens in Betracht ziehe, habe aus dem Zolldebakel mit Trump nichts gelernt.

Diese Formulierung hat aber nicht die Mitte-Nationalrätin kreiert. Sie hat den talking point eins zu eins von NZZ-Chefredaktor Eric Gujer übernommen. Dieser hatte in einem Kommentar zum Zollstreit geschrieben:

«Eine enge Zusammenarbeit mit der EU ist eine Rückversicherung in einer unberechenbaren Welt. Wer das nicht wenigstens in Betracht zieht, hat aus dem Debakel mit Trump nichts gelernt.»

Dass man bestimmte Aussagen wortwörtlich übernimmt und sich zu eigen macht, kann vorkommen in den unzähligen Diskursen, die Politiker führen. Wenn man es derart spezifisch und präzise macht, sollte man indes auf den eigentlichen Urheber, die Quelle, verweisen.

Zum Glück ist Politik keine exakte Wissenschaft. Sonst müsste sich Schneider-Schneiter den Vorwurf des Plagiats gefallen lassen. So erweckt sie lediglich den Eindruck, sich denkfaul mit fremden Worten zu schmücken.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.