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Das KI-Kosten-Paradox: Neue Berichte von Microsoft zeigen, warum künstliche Intelligenz trotz Automatisierung oft teurer ist als menschliche Arbeit

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Das KI-Kosten-Paradox: Neue Berichte von Microsoft zeigen, warum künstliche Intelligenz trotz Automatisierung oft teurer ist als menschliche Arbeit
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Microsoft fährt den Einsatz eines populären KI-Programmierwerkzeugs zurück, nachdem die Nutzungskosten offenbar stärker gestiegen sind als erwartet. Nach Informationen von The Verge hat der Softwarekonzern begonnen, einen Grossteil seiner direkten Lizenzen für Claude Code des KI-Unternehmens Anthropic zu kündigen und Mitarbeiter stattdessen auf eigene Werkzeuge wie GitHub Copilot CLI umzuleiten.

HANNIBAL HANSCHKE / KEYSTONE
Microsoft-Logo an einem Messestand (Symbolbild)
HANNIBAL HANSCHKE / KEYSTONE

Der Schritt kommt nur wenige Monate nachdem Microsoft Tausenden Entwicklern, Projektleitern und Designern den Zugang zu Claude Code eröffnet hatte. Das Werkzeug wurde intern rasch populär. Laut dem Bericht dürfte gerade die intensive Nutzung zum Problem geworden sein. Die Kündigung der Lizenzen betrifft nicht die milliardenschwere Partnerschaft mit Anthropic, die den Zugang zu dessen KI-Modellen und umfangreiche Investitionen umfasst.

Microsoft ist damit nicht allein. Der Fahrdienstvermittler Uber hat nach Angaben seines Technologiechefs Praveen Neppalli Naga bereits in den ersten vier Monaten des Jahres sein gesamtes Budget für KI-Programmierwerkzeuge aufgebraucht. Zuvor hatte das Unternehmen die Nutzung solcher Anwendungen intern sogar aktiv gefördert.

Die Entwicklung wirft neue Fragen zur Wirtschaftlichkeit künstlicher Intelligenz auf. Zwar versprechen Unternehmen und Investoren seit Jahren erhebliche Produktivitätsgewinne, doch die dafür benötigte Rechenleistung bleibt teuer. Nvidia-Manager Bryan Catanzaro brachte das Problem jüngst auf den Punkt: «Für mein Team liegen die Kosten für Rechenleistung deutlich über den Kosten für die Mitarbeitenden.»

Besonders kostspielig könnten sogenannte KI-Agenten werden, die eigenständig Aufgaben erledigen. Goldman Sachs erwartet bis 2030 einen 24-fachen Anstieg des Verbrauchs von KI-Tokens. Gleichzeitig prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Gartner zwar deutlich sinkende Kosten pro Recheneinheit, warnt jedoch davor, dass der Gesamtaufwand für Unternehmen dennoch steigen könnte, weil moderne KI-Systeme wesentlich mehr Rechenleistung benötigen.

Damit zeigt sich ein Paradox der KI-Branche: Die Technologie wird günstiger – ihre Nutzung aber nicht zwingend. Für Unternehmen, die ganze Belegschaften mit digitalen Assistenten und KI-Agenten ausstatten wollen, könnte die Rechnung deutlich höher ausfallen als bislang angenommen.

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