US-Präsident Donald Trump hat die Tötung eines führenden Funktionärs der Terrormiliz Islamischer Staat in Nigeria bekanntgegeben. Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social, amerikanische und nigerianische Streitkräfte hätten am Freitag bei einem gemeinsamen Einsatz den IS-Anführer Abu Bakr al-Mainuki getötet.
Trump bezeichnete den 43-Jährigen als die «weltweite Nummer zwei» des IS und als «den aktivsten Terroristen der Welt». Al-Mainuki habe geglaubt, sich in Afrika verstecken zu können. Weiter erklärte der US-Präsident: «Er wird die Menschen in Afrika nicht länger terrorisieren oder dabei helfen, Operationen zu planen, die auf Amerikaner abzielen.» Durch seine «Entfernung» seien die weltweiten Aktivitäten des IS «erheblich geschwächt» worden.
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Nach Angaben amerikanischer Medien galt al-Mainuki als zentrale Figur für Organisation und Finanzierung der Terrororganisation. Ein namentlich nicht genannter Vertreter der US-Regierung erklärte, der Islamist habe Anschläge gegen amerikanische Interessen vorbereitet und koordiniert.
Laut dem Counter Extremism Project stammte al-Mainuki aus dem nigerianischen Bundesstaat Borno. Er soll bereits vor mehr als zehn Jahren in Libyen gekämpft haben und übernahm demnach 2018 die Führung des westafrikanischen IS-Ablegers, nachdem dessen damaliger Chef Mamman Nur getötet worden war. Die USA belegten ihn 2023 mit Sanktionen.
Die Operation ist Teil einer verstärkten amerikanischen Militärpräsenz in Nigeria. Bereits im Dezember hatte Trump Luftschläge gegen den IS in dem westafrikanischen Land angeordnet. Im Februar entsandten die USA zusätzliche Soldaten zur Unterstützung und Beratung des nigerianischen Militärs. Im März wurden zudem Drohnen stationiert. Trump begründete die Massnahmen damals unter anderem mit Angriffen auf Christen im Zuge der anhaltenden Sicherheitskrise.
Nigeria kämpft seit Jahren gegen bewaffnete islamistische Gruppen, darunter mehrere Organisationen mit Verbindungen zum IS. Besonders im Nordosten des Landes kommt es regelmässig zu Anschlägen, Entführungen und Angriffen auf Dörfer und Sicherheitskräfte. Die Regierung in Abuja steht dabei unter wachsendem Druck, die Lage unter Kontrolle zu bringen.