Mein Freund Bruno erzählt gern und oft die Geschichte, wie er als junger Rucksacktourist in Bogotá, Kolumbien, überfallen und bis auf die Unterhose ausgeraubt wurde. In der Unterhose lief er zu Fuss in die Schweizer Botschaft, und obwohl er keinen Pass mehr hatte und in seiner Unterhose auch nicht besonders vertrauenswürdig aussah, wurde er sofort reingelassen. Er musste nur «Grüezi, ich bi dä Bruno Rüdisüli» sagen, und schon wusste jeder in der Botschaft, dass man es mit einem in der Schweiz geborenen und aufgewachsenen Deutschschweizer zu tun hatte. Bruno brauchte keinen Schweizer Pass, man hörte einfach, dass er so schweizerisch war, wie man nur sein konnte. Und man ...