Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Donnerstag, dem 28. Mai 2026. Es ist hochinteressant. Aber auch etwas beklemmend, hier aus Moskau zu berichten, aufgrund der nach wie vor anhaltenden, fatalen Dynamik dieses Ukraine-Kriegs. Und die grosse Frage ist ja, in welche Richtung steuert das Ganze? Sind die Russen verzweifelt? Ist der russische Präsident Wladimir Putin, wie unsere Medien berichten, schwer angeschlagen und in seinem Status reduziert? Brodeltier sozusagen. Schon eine Art Staatsstreich im Hintergrund. Gibt es Unmut, gibt es Unruhe? Wie denken die Russen? Ja, was ist das für eine Atmosphäre? Und wie kann man da versuchen, etwas dahinter zu kommen, hinter die Schlagzeilen? Und bei uns in Europa, in der Schweiz, ist das sehr schwierig, weil das Ganze sehr einseitig dargestellt wird, mehr oder weniger ungefiltert, die ukrainische Propaganda. und im Krieg betreiben ja alle Seiten Propaganda, man kann im Grunde nichts glauben. Umso wichtiger ist es ja, sich da mit den verschiedensten Aspekten und vor allem auch mit beiden Seiten auseinanderzusetzen. Das ist der Hintergrund meiner Reise und auch der Gegenstand meiner Berichterstattung jetzt in der heute neu erscheinenden aktuellen Weltwoche. Wie verzweifelt ist Putin, lautet da der fragende Titel, die Titelgeschichte. Nicht sonderlich, wenn man sich in Moskau umhört. Gerade gestern hatte ich eine ganze Reihe von wirklich interessanten, auch aufwühlenden Gesprächen. Ein Interview habe ich schon aufgeschaltet mit dem sehr einflussreichen Politikwissenschaftler Sergej Karaganov, einem im Grunde sehr europhilen und westlich orientierten Intellektuellen, aber eben auch, man könnte sagen, politischen Akteur, weil er als Redenschreiber und in den Beraterstäben mehrerer Regierungen gewirkt hat, auch in der Regierung. Putin, heute ist er schon eine Senior-Erscheinung, eine erfahrene Persönlichkeit, aber nach wie vor engstens verbunden mit dem aussenpolitischen Establishment Russlands. Und hören Sie sich an, was er zu sagen hat. Er ist sehr pessimistisch. Er ist der Auffassung, dass es tatsächlich zu dem von ihm einmal als Provokation in die Runde geworfenen Schreckensszenario kommen könnte, nämlich das Russland den Krieg eskaliert. Und das ist ja die grosse Gefahr, die wir haben. Vor allem dann, wenn das eintrifft, was die Gegner der Russen, was die westliche Propaganda, wenn man so will, als Sehnsuchtsobjekt identifiziert hat, dass nämlich die Russen militärisch tatsächlich in Rücklage geraten könnten in der Ukraine. Also in einer verzweifelten Lage. Und wenn man in einer verzweifelten Lage ist, das zeigt die Geschichte. dann greift man zu verzweifelten Massnahmen. Ist Russland in einer verzweifelten Lage? Das ist schwierig zu sagen. Karaganov prognostiziert, dass wenn es so weitergeht, es zum Atomkrieg in Europa kommen wird. Unweigerlich. Man sei da auf einer abschüssigen Bahn, man rutsche sozusagen in diese ganz grosse Konfrontation. Und ich habe auch eine gewisse Ratlosigkeit bei ihm herausgehört, eine Ratlosigkeit über die EU-Eliten, die jeden Gesprächskanal abgebrochen haben. Und seit dem Abgang von Viktor Orban gibt es hier überhaupt keine offiziellen Diskussionen mehr, keine diplomatischen Rampen und Kanäle. Und das ist im Grunde für sich genommen schon eine Ungeheuerlichkeit, denn das hat es noch nie gegeben, nicht einmal im Kalten. Nicht einmal zu Stalins Zeiten, als der Gulag noch in Russland diese Konzentrationslager, man kann es sich anders formulieren, als die noch im vollen Gang waren. Damals herrschte eben noch der Realismus und man wusste, dass man mit der Sowjetunion reden musste. Aber Russland heute komplett isoliert von Seiten der Europäischen Union. Und das alleine sollte ja schon den EU-Bürgern, auch uns Schweizer übrigens, zu denken. Das ist eine brandgefährliche Politik, die sich da natürlich auch verbindet mit einer Rhetorik der Aufrüstung. Und das war ein riesiges Thema, das besorgt hier die russischen Eliten. Und ich habe auch mit Senator Alexej Pushkov mich länger unterhalten können, einer sehr erfahrenen Persönlichkeit in der russischen Politik. Unglaublich eloquent, spricht hervorragend Englisch, kennt die westlichen Politiker sehr, sehr gut. Und auch bei ihm fast schon eine Art Verzweiflung herauszuhören darüber, dass eben die einst so guten Beziehungen über Nacht zusammengebrochen sind und dass man überhaupt nicht sehen will in Europa, was die Ursachen, die Wurzeln dieses Ukraine-Kriegs sind und dass Russland nicht die Absicht verfolgt, da die Europäische Union zu erobern oder anzugreifen. das liege komplett Nicht ausserhalb der Vorstellungswelt, aber man müsse doch sehen, dass die faktische und auch tatsächliche und de jure betriebene NATO-Ostausdehnung in die Ukraine für Russland nicht hinnehmbar gewesen sei und alle Versuche, das Ganze diplomatisch zu beenden, hätten nicht gefruchtet. Und aus allen Gesprächen, meine Damen und Herren, leite ich den Wunsch und den Willen ab, jetzt auch diese russischen Exponenten mit, vor allem auch den... EU-Staaten wieder in den Dialog, ins Gespräch zu kommen und diesen Krieg, den auch die Russen nicht wollen, zu beenden. Und es ist tatsächlich ein, sagen wir es mal ganz wertneutral, ein hochinteressantes und bemerkenswertes Phänomen, dass in der aktuellen heutigen Zeit die Diplomatie komplett abgestorben ist. Und das ist, meine Damen und Herren, da braucht man keine... politikwissenschaftlichen Studien betrieben zu haben, das ist immer etwas Gefährliches. Und es ist auch Ausdruck eben jener hochmütigen, moralisierenden Hochsitzstellung, die wir ja hier immer wieder kritisch ins Visier nehmen. Gestern Gespräche mit Unternehmen, mit Politikwissenschaftlern, mit Politikern. Ich habe am Abend auch noch einen sehr einflussreichen russischen Publizisten getroffen. Heute. gibt es dann ein Interview mit einer sehr schillernden Persönlichkeit, einer hochumstrittenen Persönlichkeit, auch im Westen, aber in Russland sehr, sehr erfolgreich. Und ich bin sehr gespannt auf diese Begegnung. Wir werden das aufzeichnen, wenn alle technischen Möglichkeiten da klappen. Und das werden Sie dann auch zeitnah auf diesem Kanal mitbekommen können. Es ist wichtig, dass man miteinander redet, dass man nicht nur... übereinander redet und sich da den eigenen Vorstellungen und Vorurteilen hingibt. Gleichzeitig läuft ja noch das internationale Sicherheitsforum hier in Moskau und ich werde mich auch dort umsehen. Es dauert noch bis morgen Freitag und weitere Termine stehen auf dem Programm. Ich halte Sie da auf dem Laufenden, verfolgen Sie aber auch die Berichterstattung in der Weltwoche. Die neue Ausgabe, ich verfolge Sie etwas aus der Distanz. Ist meinen Kollegen, soweit ich das beurteilen kann, hier mit den vorläufigen Einsichten exzellent gelungen. Grosses Kompliment nach Zürich. Ja, die Titelgeschichte, wie verzweifelt ist Putin? Hier etwas die rhetorische Frage, nicht sonderlich. Also es ist nicht so, dass in Moskau alles zusammenbrechen würde, dass die Tankstellen sozusagen von Schlangen belagert wären, dass die... dass denen zum Beispiel das Benzin ausgeht aufgrund der Drohnenangriffe der Ukraine. Es ist auch nicht so, dass hier eine Alarmstimmung herrschte. Auch in den Geschäften sieht man keinen Mangel. Aber man hört, es wird mir auch geschrieben, dass der Krieg natürlich spürbar ist und einen grossen Aufwand da kostet. Aber Russland ist ein riesiges Land und die Geschichte des Westens ist natürlich immer auch eine Geschichte. der Unterschätzung Russlands und ich habe einfach aus meinen historischen Kenntnissen heraus eine gewisse Vorsicht hier, in solche Jubelszenarien oder eben triumphalistischen Haltungen auszubrechen, wie wir sie jetzt angesichts der tatsächlichen und auch vermeintlichen Schwächen und Schwierigkeiten Russlands beobachten. Wie auch immer man die Sache beurteilt, wenn es denn zutrifft. Dass tatsächlich Russland in den Schwierigkeiten ist, wie es sich da die Gegner erträumen, in einigen politischen Schaltstellen in Europa, ja dann wird es erst recht gefährlich, dann wird es brenzlig. Und die Arroganz, mit der man dann solche Szenarien wegwischt, ist an sich schon etwas sehr Bedenkliches, was wir bei uns beobachten können. Also meine Berichterstattung aus Russland noch vor den diversen Gesprächen. Dann haben wir einen sehr... einen ausführlichen und tollen Beitrag von unserem Kollegen Jürg Altweck über den französischen Philosophen René Girard, dem Lehrer von Peter Thiel, und sehr einflussreichen Stichwort geben. Für eine im Moment natürlich sehr, sehr einflussreiche Elite in den Vereinigten Staaten von Amerika. Jürgen Altweg stellt die Frage, wer war eigentlich dieser René Girard, der da in den auch heute medialen Betrachtungen von Peter Thiel und seinen Kollegen, J.D. Vance ist ja ein Mann von Peter Thiel, von ihm entdeckt, politisch gefördert. Wer ist das eigentlich? Wer ist dieser sehr einflussreiche Intellektuelle, der an der Stanford University... gelehrt hat, wie übrigens heute unser Kollege Sepp Gumbrecht, den wir ja auch jetzt schon verschiedentlich interviewt haben, auch im Zusammenhang mit seinem neuen Buch, «Dem Leben auf Halbdistanz. Einer intellektuellen Bilanz seines Wirkens des hochgeschätzten Autors». Hans Ulrich genannt, Sepp Gumbrecht. Dies ein Schwerpunkt. Dann noch viele weitere Themen aus dem Inland, Ausland. Wir haben Interviews unter anderem mit dem früheren Schwingerkönig Matthias Sempach, die Firma Ricola, kommt zu Ehren mit einer neuen, innovativen Idee. Nick Hayek wird gewürdigt durch Peter Rothenbühler. Schauen Sie sich die Weltwoche an. Es gibt noch viele Themen. Ich habe jetzt hier nur einen ganz kleinen Ausschnitt erwähnt, um die Zeit nicht allzu sehr zu strapazieren. Kommen wir auf die Nachrichten. Natalie Deiss, die 51-jährige FDP-Gemeinde. Präsidentin aus Zeien im Kanton Aargau schert aus und setzt sich über den Beschluss ihrer Parteispitze hinweg. Sie sagt, wir platzen aus allen Nähten und sie unterstütze die Nachhaltigkeitsinitiative. Keine 10 Millionen Schweiz der SVP. Das sind interessante Entwicklungen, die natürlich auch etwas die Umfrageergebnisse spiegeln, über die wir hier auch schon berichtet haben. Das eben gerade bei den Freisinnigen, deren Parteispitze die Nein-Parole ausgegeben hat. dass die Basis und dass eben auch Exponente, man könnte sagen hier sozusagen auch Exekutivmitglieder, in der Verantwortung, in der Wirklichkeit stehende FDP, ja Gemeinderäte, Gemeindepräsidentinnen wie diese Nathalie Deiss, offensichtlich eine ganz andere Wahrnehmung haben. Und sie schildert sehr anschaulich in der Tageszeitung Blick, die übrigens sehr ausgewogen über diese Nachhaltigkeitsinitiative berichtet, über ihre Erfahrungen, die anderen Zeitungen des Mainstreams treten geschlossen gegen diese Initiative an. In einem Interview mit dem Magazin Republik bekennt sich Nationalrat und Unternehmer Simon Michel von der FDP wenig überraschend als Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10 Millionen Schweiz». Interessant ist vor allem Simon Michels Eingeständnis aufgrund einer Sotomowähler-Analyse, ich zitiere, dass wir diesen Abstimmungskampf mit Fakten nicht gewinnen können. Mit Fakten können wir es nicht gewinnen, also versuchen wir es mit Fake News. Ehrlicher hat jetzt noch kein Exponent eines Neins gesprochen. Das lässt natürlich tief blicken und bestätigt, was Sie schon nicht nur geahnt haben, sondern auch wissen und was wir hier natürlich darlegen, dass damit Behauptungen operiert werden, um dieses Anliegen zu bodigen. Da schlägt es dem Fass den Boden aus. Offensichtlich gibt es keine durchschlagenden, überzeugenden Fakten. Das Eingeständnis von Simon Michel. Sein Fazit lautet so, Zitat, Wir haben im Bereich der Infrastruktur Versäumnisse, haben zu wenig gebaut, zu wenig verdichtet. Und diese Forderung nach Verdichtung, die kommt ja diesen Exponenten der Teppichetage umso leichter von den Lippen, je exklusiver und unverdichteter sie selber wohnen. Wir haben das bereits besprochen bei Christoph Mäder, dem Economy-Suisse-Präsidenten, der dazu aufrief, mehr Hochhäuser in der Schweiz zu bauen. Ja, das sagt sich leicht, wenn man in Hergiswil in einem wunderschönen Anwesen zu Hause ist, ohne dichtes Stress in einem Hochhaus, ohne das Ringen um den... Der Waschküchenschlüssel, der da unten aufgehängt wird, das ist sozusagen die Perspektive von oben auf das Gewimmel da unten. Und die Frage ist, wie glaubwürdig das ist. Der Meiter wohnt an schönster Lage in Hergiswil am Vierwaldstättersee und hat ein Mehrfamilienhaus in Aarau, das ihm gehört. dass er sein eigen nennt. Auch bei der Familie Michel ist Verdichtung ein ganz spezielles Thema. Der Vater von Simon Michel, der wohnt in einem ziemlich unverdichteten Schloss bei Muri in Bern. In Muri, nicht bei Muri, in Bern. Und man ist in der Familie, hat man auch schon lesen können, des Sommers dann in der hauseigenen Yacht auf dem Mittelmeer zugange. Also das scherpelt einfach gewaltig, wenn da die Unverdichteten zur Verdichtung aufrufen. Bundesrat Rösti ist wieder fit genug für die Bundesratssitzung, musste sich da eine Nerveneinklemmung und Wirbelversteifung gewissermassen... operativ bewerkstelligen lassen, ist jetzt wieder dabei, konnte erstmals wieder im Bundeshaus an einer Sitzung teilnehmen. Der Berner wird zudem während der Sommersession im Juni im Parlament die Geschäfte seines Departements vertreten, wie der Bundesrat am Mittwoch teilnehmen mitteilte. Andere öffentliche Auftritte und externe Termine wird der SVP-Magistrat ab Juli wieder wahrnehmen. Rösti war ein paar Tage im Spital und arbeitete dann von... zu Hause aus. Journalistisches Schlussbucke des Euroturbos und Linksabweichlers innerhalb der NZZ-Inland-Redaktion Fabian Schäfer, der wegen des Wechsels von Dominik Feusi vom Nebelspalter zur NZZ als Bundeshauschef zu CH Media wechseln wird. Und er gibt täglich alles, was ihm gegen die Nachhaltigkeits- Initiative einfällt. Da behauptet er, die IV, die Invalidenrente, könne wegen der 10-Millionen-Initiative nicht mehr genügend finanziert werden. Als ob die Zuwanderer die IV überhaupt nicht in Anspruch nehmen würden. Und ebenfalls gestern schrieb Fabian Schäfer über eine angebliche Unruhe in der 5. Schweiz, also unter den Auslandsschweizern, wegen der 10-Millionen-Initiative, sei das Verhältnis zwischen Auslandsschweizern und der SVP ganz massiv belastet. Der Pfand allerdings keine... Einzige Stimme eines SVP-nahen Auslandsschweizers, der etwas gegen die Initiative gesagt hätte. Stattdessen raunt er von Sorgen der Auslandsschweizer, wonach sie nicht mehr zurückkehren dürfen, um sogleich zugeben zu müssen, dass Auslandsschweizer verfassungsmässig garantiert jederzeit eine Niederlassungsfreiheit, also ein Rückkehrrecht haben. Also da drückt sich schon eine gewisse Verzweiflung in der Argumentation. Tamedia berichtet darüber, wie wichtig Ausländer in unserem Arbeitsmarkt seien. 72% der Hilfsarbeiter im Hochbau zum Beispiel. Nur im Februar dieses Jahres waren 8,2% der Ausländer im Hochbausektor arbeitslos. Gipser und Trockenbauer im Tiefbau 75% Ausländer. Doch im Tiefbau hatten wir im Februar 26 8,3% arbeitslose Ausländer. Küchengehilfen in der Gastronomie, 67% Ausländer. Gegenwärtig haben wir in der Gastronomie 9,3% Arbeitslosigkeit unter den Ausländern. Fazit, wir sollten die hier ansässigen Ausländer zuerst wieder in den Arbeitsmarkt bringen, bevor man laufend wieder neue Ausländer herein holt und diese Sockel-Arbeitslosigkeit sich dann erhöht. Hier sehen Sie übrigens ganz modellhaft den gefährlichen Mechanismus dieser Personenfreizügigkeit, dass eben die Interessen Die Anreizsysteme für die Unternehmen so liegen, dass sie einfach laufend neue Leute holen. Wenn es dann etwas schlechter geht, entlässt man sie. Oder Leute werden arbeitslos, weil sie die Sozialleistungen in Anspruch nehmen, die entsprechend ausgestattet sind. Aber eben anstatt dann die Unternehmen zu verpflichten, die hier bereits arbeitslos gewordenen Ausländer zu verpflichten, holt man neue und so überlastet, überfrachtet man die Sozialwerke. Es gibt ja in Deutschland Politiker, die sagen, Es findet überhaupt keine Zuwanderung in den... Sozialstaat statt. Anhand dieser Zahlen können Sie natürlich solche Aussagen als brandschwarze Unwahrheiten entlarven. Neuste Daten der ETH-Studienreihe Sicherheit. Noch bleibt die Zustimmung der Schweiz zur Neutralität hoch, 85 Prozent. Doch bis vor kurzem lag sie noch bei fast 100 Prozent. Und es zeigt sich, dass immer mehr Schweizer der Auffassung sind, dass eine sicherheitspolitische Annäherung an Europa, an die Europäische Union. die Schweiz sicherer machte. Es glauben zwar immer noch mehrheitlich die Leute an die präventive Schutzwirkung der Neutralität, aber das lässt etwas nach. 43 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass eben ein europäisches Verteidigungsbündnis der Schweiz mehr Sicherheit büte, als das Festhalten an der klassischen Neutralität. Die Hälfte der Befragten fordert zudem, dass die Schweiz bei politischen Konflikten im Ausland klar Stellung bezieht und sie will... bei militärischen Auseinandersetzungen aber neutral bleiben. Lediglich ein Drittel spricht sich für eine Parteinahme bei bewaffneten Auseinandersetzungen aus. Ja, da erodiert natürlich etwas das klassische Neutralitätsverständnis in der Schweiz. Umso wichtiger ist es, darüber zu diskutieren und den Leuten auch aufzuzeigen, jetzt aus Sicht jener wie ich zum Beispiel, die eben diese klassische Neutralität befürworten, worum es hier geht. Denn das ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten vernachlässigt worden. Zum einen, weil wir keine Kriege mehr hatten. Diese Erfahrung fehlt einfach. Aber eben auch, weil die entsprechende Rhetorik nicht mehr da ist. Jacqueline Badran und ihre anonymen Anhänger proben den Angriff auf Ständerat Daniel Josic. Es geht um parteiinterne Differenzen und die Ständeratskandidatur für 2027. Josic eckt bei der SP an, weil er wiederholt von der Parteilinie abweicht. zum Beispiel Unterstützung eines GPL-Kandidaten. und ehemaligen SP-Kantonalpräsidentin Ustern. Auch sein unautorisiertes Vorsprechen bei den Bundesratswahlen stiess parteiintern sauer auf. Da Jositsch's Nomination umstritten ist, brachte sich SP-Nationalrätin Jacqueline Badran als mögliche Nachfolgerin in Stellung. Sie erklärte, für den Ständerat zur Verfügung zu stehen, falls Jositsch nicht nominiert wird. Meine Prognose lautet, dass Jacqueline Badran es schwierig haben wird bei Ständeratsausmachungen. Und sie ist zwar eine sehr... prominente Nationalrätin mit einem pointierten, übergriffigen, fast schon handgreiflichen Kommunikationsstil, geradezu dampfwalzenartig von Zeit zu Zeit. Das kommt einfach bei so Majorz-Ausmachungen nicht so gut an. Ausserdem könnte ihr noch Konkurrenz erwachsen durch Nathalie Rickli, die SVP-Politikerin, die jetzt als Regierungsrätin im Kanton Zürich wirkt. Hier sind verschiedene Planspiele möglich. Auf jeden Fall interessant zu beobachten, wie da gerungen wird. Grosses Thema ist der Streit im FC St. Gallen. Es geht um einen massiven Machtkampf zwischen Teilen des Grossaktionariats und der Klubführung. Präsident Matthias Hüppi, der unmittelbar nach dem historischen Köpfsieg im Mai 2026 eskalierte, das geplante Vorhaben der Investoren, die Klubspitze komplett umzubauen, scheiterte jedoch nach dem Aufschrei der Öffentlichkeit. Es geht um die sportliche und finanzielle Ausrichtung, um die Unabhängigkeit der Führung. Hinter den Kulissen spielte auch lokale Politik eine Rolle. Die Hyppie-Fraktion gilt traditionell als mitten nahe, während die treibenden Kräfte des versuchten Umsturzes stark im Umfeld der SVP verankert sind. Teile des Aktionariats planten offenbar, den gesamten Verwaltungsrat auszutauschen. Der St. Galler SVP-Altregierungsrat Stefan Kölliker sollte Hyppie als Präsident beerben. Und auch der ehemalige Basel-Goli Marvin Hitz war für den neuen Verwaltungsrat vorgesehen. Als Reaktion auf diese Pläne kündigten vier amtierende Verwaltungsräte aus Protest ihren geschlossenen Rücktritt an. Sowohl die St. Galler Kantonsregierung als auch die Stadtregierung stellten sich in offiziellen Mitteilungen demonstrativ hinter Hüppi. Auch die Spieler und der Trainerstab um Enrico Maaßen signalisierten absolute Solidarität. Der Umsturzversuch ist also gescheitert. hinein. offiziellen Pressekonferenz wurde verkündet, dass Matthias Hüppi und sein gesamter bisheriger Verwaltungsrat im Amt bleiben. Vier grosse Aktionäre treten komplett aus dem Verein zurück und traten ihre Aktienanteile an die verbliebenen Eigentümer ab. Vielen herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Jetzt dann gleich die internationale Sendung. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken. Was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut, Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de Sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.