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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus der estnischen Hauptstadt Tallinn, hier im Baltikum, zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt. Und zuversichtlich am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, atemberaubende Perspektivenwechsel. Das zeichnet uns aus. Unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Sichtweisen, immer auch Gegensteuer zum Mainstream. Bei uns kommen Stimmen zu Wort, die anderswo nicht gehört werden. Das ist wichtig zur Abrundung des Bildes, zur Erweiterung des Meinungs. Spektrums und wir leben in kriegerischen Zeiten, wir leben in Propaganda-Zeiten und leider ist eben auch die Europäische Union, ist die Schweiz, Kriegspartei gegen Russland geworden, die Schweiz etwas abgemildert, nur, in Anführungszeichen, beim Wirtschaftskrieg, aber eben auch die Informationen in unserem Land sind gefiltert. Und ich war vor kurzem, Sie haben das mitbekommen, in Moskau, ich habe dort die Interviews geführt mit Wladimir Solowjow, aber auch vielen anderen und das hat mir eine Sichtweise offeriert und hier etwas die russische Perzeption angesichts der Kriegslage. Jetzt sind wir in einer ganz anderen Geländekammer. Estland, der Kleinstaat mit traumatischen historischen Erinnerungen an die Sowjetzeit. Da gibt es viele aufgestaute Emotionen. Ressentiments, berechtigtes Unbehagen, das muss man ganz klar sagen. Und Estland, wie die anderen baltischen Staaten, sind aus voller Überzeugung in der NATO, weil sie natürlich mit dieser NATO, mit der Europäischen Union, sich aus dem Einflussbereich der russischen Pranke befreien wollten. Und hier prallen auch unterschiedliche Geschichtsbilder aufeinander, was die Beurteilung, was die historische Rolle der Sowjetunion ist. im Baltikum angeht und das wiederum verursacht dann Nationalitätenkonflikte innerhalb der baltischen Staaten. Auch in Estland gibt es eine russische Diaspora, könnte man sagen, ehemalige Sowjetbürger von ungefähr, wenn ich richtig informiert bin, 40 Prozent, 30, 40 Prozent der Bevölkerung. So war es zumindest, als ich mich mit estnischen Politikern noch unterhalten habe, vor einigen Jahren, als zum Glück der Ukraine-Krieg in dieser Form noch nicht. Akut und brisant war also, da gibt es noch Minen, Zeitbomben, mögliche Explosionsfelder, die zu denken geben. Estland, ein enorm tüchtiger Kleinstadt, hoch digitalisiert, ich habe es gemerkt bei der Übermittlung meiner Schweizer Sendung, das ist Lichtgeschwindigkeit verglichen mit dem, was wir da in Berlin zum Beispiel sehen. Deutschland ist ja eine digitale Wüste, Gobi, im Vergleich. hier haben, ist Hightech, ist Geschwindigkeit, Estland, ein Zukunftslaboratorium der Freiheit, der Tüchtigkeit, aber eben auch ein explosives, vulkanartiges Gebilde an einer ganz brenzligen geopolitischen Schnittstelle an der europäischen NATO-Aussengrenze. Und wenn man als Schweizer hierher kommt. Da merkt man tatsächlich, vor allem jetzt aufgrund der Schlagzeilen, im Moment ist es mitten in der Nacht, wir sind nach Mitternacht gelandet, aber es gibt hier natürlich Elektrizität, kriegerische Spannung in der Luft, es gibt erhebliche Auseinandersetzungen, irregeleitete oder eben nach russischer Auffassung nicht irregeleitete ukrainische Drohnen sind über den baltischen Luftraum nach Russland geflogen. Und das löst natürlich schwerwiegende Irritationen aus. In Moskau umgekehrt natürlich die baltischen Staaten sehr erpicht darauf, eine möglichst konfrontative, Russland eindämmende Politik, aus ihrer Perspektive nachvollziehbar, zu betreiben. Als Schweizer sieht man hier, wie wichtig es ist und was für ein Privileg es bedeutet, die Neutralität. nach wie vor, wenn auch etwas avariiert, zu haben, um die Wogen zu glätten, die Emotionen etwas tiefer zu halten. Ich bin gespannt, wir werden jetzt eine Reihe von hochrangigen politischen Persönlichkeiten, auch Unternehmern treffen können. was die zu sagen haben. Das ist eben die Weltwoche. Unterschiedliche Sichtweisen, Neugier, die Stimmen, die eben anderswo nicht zur Geltung kommen, werden bei uns gehört, Gegensteuer. Und das ist in diesem Krieg natürlich ganz klar. Auch die russische Seite, die bei uns fast überhaupt nicht mehr vorkommt, die muss man natürlich auch zur Kenntnis nehmen, um ein abgerundetes Bild zu machen. Die Doppelperspektive, sozusagen heiss-kalt. Rede und Gegenrede, das kennzeichnet momentan Weltwoche Daily sehr intensiv. Jetzt die Gespräche mit Wladimir Solowjow, dem russischen Fernsehmoderator und TV-Journalisten. Das hat internationale Wellen geworfen. Auch in den Vereinigten Staaten ist dieses Interview zur Kenntnis genommen worden. Ich habe von Wladimir Solowjow gehört, dass er von sehr prominenten amerikanischen Journalisten jetzt aufgrund unseres Gesprächs... Anfragen bekommen habe, auch für solche Interviews, das ist grossartig. Das sind Lichtblicke, dass wir miteinander reden und dass man da auch versuchen kann, einen kleinen Beitrag zu leisten, dass eben auch Exponenten der Öffentlichkeit, gerade auch in Russland, aus ihrem, ja, wenn man so will, Schmollwinkel etwas herauskommen. Und wir haben mit Wladimir Solowjow sozusagen im Gegenrecht, hat er mich gefragt, ob ich in einer seiner Sendungen auftrete, wenn er schon so ausgiebig mir Auskunft... gegeben habe. Das habe ich sehr gerne gemacht. Ich war also gestern in seiner Morgensendung. Er betreibt ja wie ein Wahnsinniger, ist ein Workaholic, mehrere Stunden, Tag für Tag, immer wieder am Bildschirm. Und da ist mir ein anderer Soloviov begegnet, ein fragender Soloviov, der da nicht Vorträge hält, der nicht die ganze Klaviatur der Theatralik ausspielt, sondern tatsächlich auch interessiert ist, wie ich die Situation... wie man aus der westlichen Perspektive den Krieg beurteilt, warum man die russische Sicht nicht versteht, nicht akzeptiert, wo liegt da der Wurm drin, darüber haben wir uns unterhalten und es ist dann auch wieder zu einer Reihe von provokativen und auch gegensätzlichen Momenten gekommen, mit einer Annäherung. Solovyov hat am Schluss zugegeben, dass Russland nicht nur ein europäisches Land sei, sondern Russland sei Europa, worauf ich ihn korrigierte und sagte, nein, die Schweiz ist Europa. Aber wenn Russland schon, wie er sagt, Europa sei, dann habe Russland ja auch eine Verantwortung für Europa. Und dann könne man eben diese kriegerische Bombardierungs- und Atombombenrhetorik nicht wirklich ins Ziel bringen. Das sei einfach widersprüchlich. Und ich habe ihm danach gesagt, man verkenne in Russland Europa. Man schaue ja immer auf diese wandelnden Scheintoten der Politik. Aber die Leute, die wollen ja eine andere Politik gegenüber Russland. Das zeichnet sich ab. Also wir bleiben Nachbarn und passen wir auf, dass wir vor dem Zynismus nicht kapitulieren. Und einmal mehr habe ich dem lieben Gott gedankt, dass nicht Wladimir Solowjow, sondern Wladimir Putin im Kreml sitzt. Ich komme dann gleich noch darauf. Ich meine, wenn Sie sich mal vor Augen halten, was jetzt abgeht, dass die Ukraine, St. Petersburg bombardiert hat, während des Wirtschaftsforums mit dem russischen Präsidenten. Stellen Sie sich mal vor, was los wäre, wenn der Iran in den Vereinigten Staaten von Amerika Gleiches tun würde. Wie würden dann die Amerikaner zurückschlagen? Also mit einer unglaublichen Zurückhaltung. Ich weiss, jetzt werden mir dann gleich Gegenstände da durch den Bildschirm entgegenfliegen. Mit einer unglaublichen Zurückhaltung. Präsentiert sich doch hier dieser russische Präsident. Und ich habe eben im Gegenschnitt zu Solovyov gestern auch noch ein zweieinhalbstündiges Streitgespräch geführt mit einem ukrainischen Aktivisten, mit dem ukrainischen Aktivisten in der Schweiz, mit Sascha Volkov, der mir erklären wollte, dass Putin eben dieser seelenlose Kriegstreiber sei. Und ich habe ihm widersprochen. Ich habe gesagt, nein, das glaube ich nicht, denn sonst hätte er nicht bereits im April 2022, wenige Wochen nach dem Einmarsch, in Friedensverhandlungen mit der Ukraine eingewilligt, die ja dann das Kommen von Boris Johnson erforderlich machten, um sie zum Entgleisen zu bringen. Also diese Wahrnehmungen sind nur schon aufgrund dieser empirischen Fakten meines Erachtens falsch. Heute die neue Weltwoche am Start mit einer schweizerischen Titelgeschichte. Verlottert die Schweiz? Stiller Putsch im Parlament, Bundesgericht als Dating-Plattform, Staatspropaganda total und täglich grüsst der Doppeladler. Rassismus gegen Weisse, der Tod des britischen Studenten Henry Nowak und seine Folgen. Europa steht am Rande eines heissen Krieges. Das ist der Titel über meinem Interview mit Alexej Pushkov, dem russischen Senator und früheren Vorsitzenden der Aussenpolitischen Kommission des Ausschusses der Staatsduma. Senator Pushkov über Putin, die Ukraine, Hitler, Max Frisch, Pink Floyd und die Irrationalität des Westens. Das ist ein Interview, das Sie unbedingt lesen sollten. Acht, neun Seiten lang. Wir machen das sehr prominent auf hier. Das ist der charismatische, aber auch sehr differenzierte, eloquente, extrem gebildete russische Senator aus bester Familie, mit dem ich mich zwei Stunden lang unterhalten habe. Und er erklärt aus russischer Sicht, und das ist eben die Sicht, die bei uns überhaupt nicht vorkommt, die man ausblendet, die man nicht zur Kenntnis nehmen will, er erklärt differenzierter, weniger theatralisch, weniger überschwänglich als Soloviov, worum es geht und was seiner Meinung nach als Politiker, als sehr prominenter Politiker, die Perspektiven sind. Dabei lässt er auch eine grosse Verbundenheit zu Europa erkennen, eine grosse Kenntnis. und Man ist einfach beeindruckt von der Qualität dieser Politiker, während gleichzeitig unsere Medienschaffenden sich ja an Russland immer wieder die Schuhe abputzen, das so wegwischen. Diese Überheblichkeit, meine Damen und Herren, das ist doch einfach das Hinterletzte. Und wenn man sieht, was wir im Moment im Westen zustande bringen, das ist doch eine himmeltraurige Angelegenheit. Und deshalb ist eben dieses Russland-Bashing meines Erachtens auch eine Psychotechnik der Unfähigen, wie sie sich da vorgaukeln wollen, sie seien dann eben doch nicht ganz so unfähig. Unruhen in Belfast und anderen britischen Städten nach versuchter Köpfung. Kehle durchschneiden und Messerattacken eines Afrikaners auf einen Mann. Die Rede ist in den deutschen Medien von rechtsextremen Aktivisten, weil das ist einfach Unsinn. BS, was da? fabuliert wird, die zu Protesten aufgerufen haben, wobei Fahrzeuge und Häuser in Brand gesteckt wurden. Hintergrund war die Veröffentlichung eines Videos eines brutalen Messerangriffs, für den ein festgenommenes sudanesischer Migrant verantwortlich gemacht wird. Das Video zeigt einen mutmasslich sudanesischen Täter, der einen am Boden liegenden Blut überströmten Mann mehrfach mit einem Messer attackiert und offenbar versucht, ihm die Kehle durchzuschneiden. Auch Elon Musk hat zu Protesten aufgerufen. Das ist Europa, meine Damen und Herren. Das ist die Realität einer komplett gescheiterten Migrationspolitik. Und die gleichen Leute, die diese Migrationspolitik verbrochen haben, das sind nun die, die uns einreden wollen, sie hätten die Geopolitik im Griff. Da muss ich Ihnen sagen, wenn diese Leute die Geopolitik bestimmen, dann musst du dich in Sicherheit bringen. Dann ist Alarmstufe Dunkelrot. Die Welt, der Landesverband NRW, Nordrhein-Westfalen, der Gewerkschaft Verdi, ruft seine Mitglieder zu der geplanten Grossdemonstration gegen den AfD-Bundesparteitag am 4. Juli in Erfurt, im wunderschönen Erfurt auf und organisiert dafür kostenlose Busfahrten. Erfurt übrigens eine der schönsten Landeshauptstädte der Bundesrepublik. So schreibt der Landesverband auf seiner Webseite, dass sich die Mitglieder ein Busticket kaufen und die Kosten dann über die Gewerkschaft erstatten lassen können. Der Parteitag der AfD findet am 4. und 5. Juli in den Messehallen in Erfurt statt. Der Landesverband schreibt, der Parteitag, also der Gewerkschaft, der Landesverband der Gewerkschaft schreibt, der Parteitag findet fast genau 100 Jahre nach dem Reichsparteitag der NSDAP in Weimar statt. Dieses historische Datum macht deutlich, warum es wichtig ist. rechten und demokratiefeindlichen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten. Zitat Ende. Es gehöre zum gewerkschaftlichen Selbstverständnis, sich für Demokratie und gegen Hass und Ausgrenzung einzusetzen, das schreibt Verdi, um im gleichen Atemzug zu Hass und Ausgrenzung aufzurufen. Meine Damen und Herren, ich sage das als entschiedener Befürworter und Sympathisant der Bundesrepublik Deutschland. Das sind keine wohlfeilen Sprüche. Wer das sagt, der lügt. Denn meine Verbundenheit ist wohldokumentiert und sie ist auch biografisch begründet, wie ich hier schon bis zum Abwinken verkündet habe. Aber was wir hier sehen, ist staatlich toleriertes, staatlich geschürtes Mobbing gegen eine Partei, gegen eine demokratisch legitimierte Partei. gegen ihre Wähler und gegen die Demokratie. Das ist Mobbing gegen die Demokratie. Das ist die systematische... Sabotierung, Untergrabung, Vergewaltigung der Demokratie von oben. Sagen wir es mal deutsch und deutlich. Und stellen Sie sich vor, was los wäre in der Bundesrepublik Deutschland, wenn von rechter Seite solche Aktionen gestartet würden. Und es ist auch eine Verballhornung, eine Verniedlichung, eine Verharmlosung der deutschen Geschichte, wenn man einen Parteitag der AfD mit dem gleichsetzt, was die Nationalsozialisten vor 100 Jahren in Weimar gemacht haben. Das ist einfach Geschichtspornografie, meine Damen und Herren. Das ist unseriös, das ist unwürdig und das ist beschämend für Leute, gerade in Deutschland, die die ganze Zeit behaupten, sie hätten die Geschichte im Griff. Das ist eine Hexenjagd und Hetzjagdstimmung, die hier heraufbeschworen wird. Und verzeihen Sie, verzeihen Sie, dass ich das so deutlich hier herausstreiche. Aber man muss es einfach sagen und ich empfinde es so. Und darum... möchte ich das so auch ausgedrückt haben. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich einen Tag vor dem WM-Start den Medien gestellt. Er findet die Ticketpreise angemessen. Es wurden über sechs Millionen Billete verkauft. Die Anfrage war unglaublich. Er habe eine grossartige Beziehung zu Donald Trump. Wie er sagt, ohne ihn wäre es unmöglich, eine WM in den USA zu organisieren. Und weiter, wenn wir es schaffen, dass die Menschen für einen Moment ihre Probleme vergessen können, 39 Tage lang, wenn es Gesprächsstoff gibt für Kinder, Eltern, Grosseltern, dann war die WM für mich ein Erfolg. Ich hoffe natürlich, dass wir viele Toren sehen und spannende Spiele. Ich hoffe auch, dass es in den Stadien sicher zugeht. Zitat Ende. Wie die FIFA kurz vor Turnierstart bekannt gab, werden erstmals auch die Ersatzspieler während der Hymnenzeremonie auf dem Platz stehen. Zudem stellen sich die Spieler nicht mehr klassisch nebeneinander auf, sondern bilden einen Kreis um ein Banner. im Mittelkreis. Der Krieg der USA und von Israel gegen den Iran beherrscht weiterhin die Weltpolitik. Aktuell fordert Teheran in Verhandlungen über ein Rahmenabkommen ein sofortiges Ende des Konflikts im Libanon, da die Hezbollah weiter Raketen auf Israel abfeuert. Die geopolitischen Verwerfungen belasten das transatlantische Verhältnis massiv. US-Präsident Trump droht dem Iran mit weiteren massiven Schlägen. Europa zeigt sich tief besorgt über den Niedergang der regelbasierten Weltordnung, während die Energiemärkte weltweit unter extremem Druck stehen. Innerhalb der NATO wächst die Kritik am unberechenbaren Agieren der US-Regierung, was das Bündnis vor dem anstehenden Krisengipfel in Ankara spaltet. Gestern hat das ukrainische Militär seine Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur intensiviert mit Drohnenschwarmattacken. wurden Treibstofflager und ein wichtiges Ölterminal im Hafen von Feodosia auf der besetzten Halbinsel Krim gezielt unter Beschuss genommen. Nicht die besetzte Halbinsel Krim, sondern die Russland beigetretene Halbinsel. Krim gleichzeitig gibt es Bewegungen an der diplomatischen Front. Die EU-Beitrittsverhandlungen befinden sich laut Angaben führender Politiker in der absoluten Schlussphase. Russland setzt ungeachtet... dessen seine Angriffe fort, was den Druck auf die westlichen Staaten zur Lieferung weiterer Flugabwehrsysteme massiv erhöht. Stellen Sie sich einfach vor, wenn nicht Putin, sondern Trump im Kreml sässe. Wie würde der amerikanische Präsident reagieren auf diese Eskalation des Kriegs durch den ukrainischen Präsidenten Zelensky, der im Dezember 2024 gesagt hat, dass er seine Kriegsziele nicht erreichen kann, nämlich die Vertreibung der Russen aus der Ukraine. Man muss sich schon die Frage stellen, was ist denn das für eine Kriegsführung, wenn du selber zugibst, dass du die Kriegsziele nicht erreichen kannst. Dann bleibt eigentlich nur eine Erklärung übrig. Dann ist das eine Kriegsführung zur Eskalation, zur Explosion. Dann ist Zelensky dabei mit diesen... Provokationen, Putin an den Punkt zu bringen, wo der so stark zurückschlägt, dass die EU und die NATO in diesen Krieg hineingezogen werden. Das sagen Erich Fad und Klaus von der Nahen in unserem Gespräch, dass Selenskyj die EU und die NATO in diesen Krieg hineinziehen will. Das ist fahrlässig, das ist... verantwortungslos, das ist brandgefährlich, nehmt diesem Mann die Kriegsfackel aus der Hand. Herber Rückschlag für die Europäische Union. ...verteidigungspolitik. Gestern offiziell. Das ambitionierte deutsch-französische Kampfflugzeugprojekt FCAS Future Combat Air System ist endgültig gescheitert. Nach jahrelangen Streitigkeiten über Technologie, Transfer, industrielle Führungsrollen und Budgetaufteilungen konnten sich Paris und Berlin nicht einigen. Das Scheitern gilt als schwerer Schlag für die Strategie, die Autonomie Europas, besonders angesichts der angeblich akuten Bedrohungslage durch Russland und der unsicheren Partnerschaft mit den USA unter Donald Trump. Die internationale Presse kommentiert das Debakel als Vertrauensverlust in die europäische Handlungsfähigkeit. Frankreich und Deutschland müssen nun je eigene Rüstungswege einschlagen. Die G7-Staaten suchen aktiv das Gespräch mit China, um drohende Handelskriege zu verhindern, nach massiven Verwerfungen im Welthandel, ausgelöst durch unvorhersehbare Beutung. Kotaktionen und Zölle versuchen die führenden westlichen Wirtschaftsnationen zu deeskalieren. Ziel ist es, in Kernbereichen wie Lieferkettenstabilität und Klimatechnologien gemeinsame Standards zu wahren. Westliche Unternehmen geraten unter Druck, Abhängigkeit zu reduzieren, während Peking auf Exportstärke und technologische Dominanz pocht. Die europäische Migrationspolitik erreicht einen historischen Meilenstein, wie es heisst. Ab dem 12. Juni 2026 wird das gemeinsame europäische Asylsystem GEAS für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlich wirksam. Gestern liefen in den europäischen Hauptstädten die finalen bürokratischen und logistischen Vorbereitungen für die Umsetzung der verschärften Asylregeln an den Aussengrenzen. Das Regelwerk sieht schnellere Verfahren und eine verbindlichere Solidarität bei der Verteilung von Geflüchteten vor. Die Umsetzung stösst international auf geteiltes Echo. während Befürworter eine bessere Kontrolle der Migrationsströme erwarten, kritisieren Menschenrechtsorganisationen die drohende Entrechtung von Asylsuchenden an der Grenze. Noch ein Wort zu meinem Interview mit dem AfD-Landesvorsitzenden von Thüringen, Björn Höcke. Er war in meinem Büro und wir haben meines Erachtens, und Sie haben das, glaube ich, grossen Teils auch so empfunden, ein hochinteressantes, auch anspruchsvolles Gespräch. geführt über deutsche Identität in Zeiten der Kriege, der Raubtiere und der fragwürdig werdenden Gewissheiten. Und dieses Thema der deutschen Identität ist nicht einfach eine Abgehobenheit und so ein Akademiker-Gewäsch. Identitätspolitik haben wir auch von der bürgerlichen Seite, von der konservativen Seite. Warum ist das wichtig? Wir sind in einer Ära, Der Rückkehr des Comebacks des Nationalstaates, wenn er denn jemals weg war. Deutschland allerdings ist jenes Land, jener Staat, der als Experimentierfeld des Supranationalen diente. Verständlich, nach dem Zweiten Weltkrieg wollte man nicht mehr Deutscher sein. Also ist die EU im Westen damals, in der alten Bundesrepublik, als Vaterlandsersatz aufgenommen worden. Teil der deutschen DNA könnte man sagen. Europa. Wir sind Europäer, im Zweifel für Europa. Amerika, auch ganz wichtig. Die amerikanische Mentalität, Way of Life. Früher offensichtlich, die deutschen Eishockey-Spieler haben immer die nordamerikanischen Eishockey-Helme gehabt und nicht die finnisch-skandinavischen, wie zum Beispiel die Schweizer. Also die amerikanische Affinität war ganz klar da. Jetzt sind aber... Beide Identitätsangebote sind fragwürdig geworden. Die EU ein Problemherd, die Vereinigten Staaten ein unsicherer Kantonist. Gleichzeitig haben wir die Wiedervereinigung. Da kommt der Osten Deutschlands. Die hatten auch einen Vaterlandsersatz, die Sowjetunion. Sie verzeihen, dass ich jetzt da über intime identitätspolitische Vorgänge in Deutschland mit der Oberflächlichkeit des Schweizers einfach so hinwegbrettere. Aber ich glaube, es ist nicht völlig falsch, was ich sage. Also der sowjetische Vaterlandsersatz ist sozusagen verdampft, ist pleite gegangen. Und dann wollten eben die Ostdeutschen, wollen sie? Deutschland zurück, nicht die Europäische Union. Und jetzt haben sie eine Funkstörung zwischen diesen beiden Landesteilen. Die Frage ist ja, wenn wir zurückgeworfen sind auf den Nationalstaat, auch die Deutschen, ja wie definieren wir eigentlich diesen Nationalstaat? Wie definieren wir als Deutsche, ich spreche jetzt für einen Deutschen, wie definieren wir... unser nationales Bewusstsein. Im Lichte natürlich auch der sehr schmerzlichen nationalen Geschichte und der Verwerfung. Und darüber habe ich mit Björn Höcke ein differenziertes Gespräch Die deutschen Medien greifen das auf. Sie spüren, dass hier etwas ganz Wichtiges angesprochen wird, aber selbstverständlich sind sie nicht in der Lage oder nicht bereit, dem Ganzen in seiner Differenziertheit gerecht zu werden. Die FAZ hat jetzt auch geschrieben, sie hat gesagt, jawohl, Köppel habe da noch zur Provokation das Buch von Angela Merkel hingelegt. Ja, natürlich, Freiheit, ich habe es übrigens auch gelesen, aber wir hatten noch ganz andere Bücher, die wir besprochen haben, zum Beispiel Karl Jaspers. Wohin treibt die Bundesrepublik? Oder Dieter Borchmeier, was ist Deutsch? Erich Kahler, der deutsche Charakter in der Geschichte Europas. Das sind ziemlich hochkarätige Bücher, die dann natürlich ausgeblendet werden, weil sie dem Bild widersprechen, wenn man eben mit einem Björn Höcke spricht, der muss ja immer etwas in die Tumbe-Kategorie observiert werden. Nun hat Höcke einen Reiznerv getroffen. Er hat nämlich gesagt, die Westdeutschen seien deutsch sprechende Amerikaner. Das wird als unglaublicher Skandal erachtet, auch in der AfD. Und Höcke hat bis jetzt noch nicht nachgelegt, was ich für einen Fehler halte. Warum eigentlich ist das ein Problem, wenn man so etwas sagt? Es stimmt ja, dass die Vereinigten Staaten und die EU nationale Identitätsangebote machen, die aufgenommen wurden. Aber eben Identitätsangebote, die etwas fragwürdiger, zerbrechlicher geworden sind in der heutigen Zeit, der multipolaren Ordnung der Geopolitik, in der wir stehen. Und ich meine, man könnte ja jetzt auch als empörter Westdeutscher sagen, beziehungsweise Höcke müsste das sagen, ja, wenn meine Provokation zu weit geht, ich überspitze natürlich, ja, dann ist ja das Gute an dieser Provokation, dass sie eine Gegenreaktion auslöst. Und diese Gegenreaktion ist ja genau das. Worüber man eigentlich reden möchte, das wäre ja dann sozusagen ein Gegenreflex eines nicht amerikanisierten deutschen Nationalgefühls, quasi in dialektischer Reaktion auf diese Provokation, regt sich dann eben auch in den von Höcke hier etwas kritisierten Westdeutschen eine Art deutsches Nationalgefühl. Das sind hochinteressante Vorgänge, die ich da von aussen beobachte und ich kann Ihnen sagen, das Thema der deutschen Identität Was heisst das eigentlich? Wie viel Deutschland darf es denn eigentlich sein? Also mich fasziniert das, mich bewegt das. Und wenn Sie jetzt abwinken und sagen, was will da dieser schweizerische Dilettant, dann poche ich einfach drauf. Ich bin 25% Deutscher und auch Deutschlandbefürworter. So, jetzt aber schliessen wir ab. Schauen Sie sich das Interview noch einmal an. Wir werden weitere Gespräche führen zu diesem Thema. Ich habe auch mit Ulrich Sigmund gesprochen. Bei uns kommen eben jene Leute zu Wort, die sonst nicht sind. keine oder kaum eine Stimme haben, wobei sich da auch einiges verändert in der deutschen Öffentlichkeit, das ist erfreulich. Also da eine ganze Batterie, eine ganze Serie noch von solchen Gesprächen, die wir führen werden, zu dieser, glaube ich, sehr wichtigen Frage, denn wenn man nicht weiss, wer man ist, weiss man auch nicht, wie man in der Welt steht, man weiss nicht, wo die eigenen Grenzen liegen, wo das Wir-Gefühl enden soll, wenn es dann vielleicht etwas zu maximal expansiv interpretiert wird, das sind alles Themen, die in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle spielen. Ganz herzlichen Dank, die Sendung etwas länger geraten, aber es sind auch interessante Themen, reichhaltige Materialien, die wir hier zu verarbeiten haben. Alles Gute aus Estland, alles Weitere dann morgen und im Verlauf der nächsten Tage. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... Niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. 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Höcke über die Deutschen: Warum seine Provokation den richtigen Nerv trifft. Versuchte Köpfung: unfassbare Zustände in Belfast. Staatlich geschürtes Mobbing gegen die AfD. Infantino liegt richtig. Putins Engelsgeduld

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Höcke über die Deutschen: Warum seine Provokation den richtigen Nerv trifft. Versuchte Köpfung: unfassbare Zustände in Belfast. Staatlich geschürtes Mobbing gegen die AfD. Infantino liegt richtig. Putins Engelsgeduld
Höcke über die Deutschen: Warum seine Provokation den richtigen Nerv trifft. Versuchte Köpfung: unfassbare Zustände in Belfast. Staatlich geschürtes Mobbing gegen die AfD. Infantino liegt richtig. Putins Engelsgeduld
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  1. Einführung und Begrüssung aus Tallinn
  2. Historische und politische Situation in Estland
  3. Weltwoche Daily: Gespräche und Perspektiven
  4. Neue Ausgabe der Weltwoche: Themen und Artikel
  5. Unruhen und Migrationspolitik in Europa
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