Als CIA-Direktor und Aussenminister während Trumps erster Amtszeit sorgte Mike Pompeo dafür, die USA aus kriegerischen Konflikten herauszuhalten und Gespräche mit erbitterten Feinden zu führen. Nach Trumps vergeblichen Versuchen, mit Putin eine rasche Waffenruhe auszuhandeln, plädiert Pompeo für eine Kehrtwende, denn «Putin ist nicht im Geringsten zu trauen, nicht einen Moment lang». Der Westen müsse der Ukraine zu einem «Sieg» über Putin verhelfen. Wie der aussehen soll, erklärt er im exklusiven Gespräch mit Urs Gehriger. Seite 18
Unsere Reporterin Daniela Niederberger fragt sich ab und zu, wie es für die jungen Männer aus Afghanistan ist, wenn sie durch Zürich gehen. Leichtbekleidete Frauen, wohin man blickt. Und sie aus einem Land, wo dies des -Teufels ist. Leider versteht sie sie nicht, denn sie kann kein Farsi. Nun vergewaltigen und belästigen diese Männer Mädchen. In Deutschland stechen sie regelmässig mit dem Messer zu. Und doch lässt man immer neue ins Land. Einige sprechen von der «suizidalen Empathie» des Westens. Man will Gutes tun, bringt damit allerdings sich und seine Töchter in Gefahr. Seite 30
In der Woche, in der im New Yorker ein -grosses Porträt über Curtis Yarvin erscheint – als Ideengeber für Peter Thiel und Donald Trump –, trifft -Daniel Ryser den reaktionären Vordenker in einem Garten in Basel und in einem -Bistro in Paris. Dort präsentiert der -Kalifornier seine neueste Idee: den US--Pavillon der Venedig-Biennale in eine rechte Bühne zu verwandeln. Er träumt von einem autoritären Amerika mit J. D. Vance als König; von Elite-Regierungen nach dem Vorbild von Apple, in denen Technokraten über Menschenleben entscheiden; und davon, Gaza zu räumen und als Luxusstadt neu zu entwickeln. Was 2008 als rechter Blog-Spuk begann, beeinflusst heute Trumps Politik: Entwicklungshilfe gestrichen, Unis bedroht, Massendeportationen geplant – und nicht zuletzt die Vertreibungspläne für Gaza, die 2023 zuerst in Yarvins Blog auftauchten, bevor -Donald Trump und -Benjamin -Netanjahu sie übernahmen. Begegnungen -zwischen Meme-Kultur, -Monarchie-Fantasien und autoritärer Avantgarde. Seite 34
Eben legte er halb Washington in Schutt und Asche, und als Nächstes wird er dem legendären Computerspiel «Resident Evil» den letzten Schliff für die Leinwand verpassen. Die Rede ist von Alessandro Ongaro, ein Italo--Schweizer, der in Hollywood die Special Effects von manch einer Grossproduktion verantwortet. Aufgewachsen ist er in Lugano, seit zwanzig Jahren arbeitet er für die kalifornische Traumfabrik. Unser Reporter Benjamin Bögli besuchte den 52-jährigen Action-Fan in seinem Haus in Los Angeles, wo Ongaro unter anderem erzählte, was eine Kissenschlacht mit seiner Schwester und King Kong verbindet. Seite 48
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