London, Hotspot für Startups: Warum ausserhalb der USA den Briten niemand das Wasser reichen kann
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London, Hotspot für Startups: Warum ausserhalb der USA den Briten niemand das Wasser reichen kann

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London, Hotspot für Startups: Warum ausserhalb der USA den Briten niemand das Wasser reichen kann
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London hat sich als globale Startup-Metropole etabliert – und das ausgerechnet in einem Umfeld politischer Unsicherheit, wirtschaftlicher Abwanderungstendenzen und eines schrumpfenden Börsenplatzes. Laut Daten des Analyseunternehmens Dealroom sammelten Startups in der britischen Hauptstadt 2025 rund 17,7 Milliarden Dollar an Risikokapital ein. Damit liegt London weltweit hinter San Francisco, New York und Los Angeles – aber deutlich vor Paris, Berlin und Tokio, berichtet der Economist.

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
A British flag waves against the backdrop of the Elizabeth Tower, commonly known as Big Ben, in London, Wednesday, Jan
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Das Erfolgsrezept? Drei Zutaten: Talent, Vielfalt und frühes Kapital. Die britische Hauptstadt zieht kluge Köpfe aus dem In- und Ausland an, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Firmen wie OpenAI und Palantir haben London als ihren wichtigsten Standort ausserhalb der USA gewählt. Auch akademische Spin-offs florieren: 43 Prozent aller europäischen Deep-Tech-Startups mit mehr als zehn Millionen Dollar Kapital stammen aus britischen Universitäten.

Mehr als die Hälfte der am schnellsten wachsenden Firmen wurden von Migranten gegründet – ein Zeichen für eine offene Innovationskultur. Netzwerke wie der Unternehmerverband «Opus» verbinden Entrepreneure mit globalen Eliten. Die Arbeitsmoral ist hoch, das Startup-Leben geprägt von Hackathons, Pitch-Dates und der sogenannten «996»-Mentalität – von neun bis neun, sechs Tage die Woche.

Dennoch bleibt der Aufstieg nicht ohne Schatten. Viele britische Startups verlassen London frühzeitig – etwa Deliveroo, das 2025 für 2,9 Milliarden Pfund von der US-Firma DoorDash übernommen wurde. Kapital für spätere Finanzierungsrunden fehlt oft, ebenso Vertrauen in die Wirtschaftspolitik. Laut einer Umfrage von Virgin Media denken 60 Prozent der britischen Jungunternehmen über einen Standortwechsel nach.

Städte wie Dubai und San Francisco werben gezielt um Gründer. In Kalifornien sammeln Talente wie der 16-jährige Brite Toby Brown Millionenbeträge – innerhalb weniger Monate. In London dauere das Jahre, klagen Gründer wie Haz Hubble, der 2025 ebenfalls ins Silicon Valley auswanderte.

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