Als der Christdemokrat Mario Voigt sich am Mittwoch zum neuen Ministerpräsidenten von Thüringen wählen liess, schaffte er es nicht aus eigener Kraft. Seiner merkwürdigen Koalition mit einer sehr linken SPD und dem Linkspartei-Abspaltprodukt Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) fehlte im Landtag genau eine Stimme zur absoluten Mehrheit. Merkwürdig wirkt seine Allianz deshalb, weil er sie zum einen mit Sozialdemokraten eingehen muss, die einen Skandal um die selbstherrliche Amtsführung des Thüringer Verfassungsschutzchefs mit in die politische Ehe bringen. Auf der anderen Seite setzte das BSW durch, dass einer ihrer Kader, der früher im Wachregiment der Staatssicherheit diente, in das neue ...