Irre Polemik gegen die AfD-Chefin. Dabei steht Alice Weidel politisch links von CSU-Legende Franz-Josef Strauss
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Irre Polemik gegen die AfD-Chefin. Dabei steht Alice Weidel politisch links von CSU-Legende Franz-Josef Strauss

Deutschlands Politelite neigt zur Hysterie. Im Wahlkampf zeigt sich, wie emotional und gefühlsgetrieben die Politik der Bundesrepublik heute abläuft. Täuscht der Eindruck, oder hat sich diese Emotionalität seit der Verlegung der Hauptstadt zurück nach Berlin verschärft?

Die alte Bonner Bundesrepublik jedenfalls wirkte viel «cooler» und nüchterner, ehrlich gesagt auch sympathischer als dieses politisch aufgekratzte Wiedervereinigungs-Deutschland, das sich einer staunenden Öffentlichkeit heute präsentiert.

MICHAEL KAPPELER / KEYSTONE
Irre Polemik gegen die AfD-Chefin. Dabei steht Alice Weidel politisch links von CSU-Legende Franz-Josef Strauss
MICHAEL KAPPELER / KEYSTONE

Allgegenwärtig zum Beispiel ist das schrille Wort «Nazi» im deutschen Politalltag. Es wird bereits dermassen häufig verwendet, dass es seine ursprüngliche Bedeutung und den Bezug zu den historischen Tatsachen verloren hat. Trotzdem scheint die Verleumdung zu funktionieren, was man daran sieht, dass die damit Gemeinten, die Abgeordneten der AfD, in Deutschland diskriminiert werden, wenn sie Hotelzimmer oder Veranstaltungsräume buchen, Wohnungen mieten oder Bankkonten eröffnen wollen. Anstatt das Gaunerwort «Nazi» zu hinterfragen, machen die Medien bei der Verketzerung mit.

Am Mittwoch bezeichnete der SPD-Abgeordnete Dirk Wiese die AfD-Vorsitzende Weidel persönlich als «Nazi». Er kassierte dafür keinen sofortigen Verweis der grünen Bundestags-Vizevorsitzenden. Und als Aussenstehender wundert man sich, dass auch keine Zeitung darüber schreibt, wie absurd diese Vorwürfe sind, auch grob geschichtsklitternd und verharmlosend. Weidel ist kein «Nazi» und auch keine «Rechtsextreme», wie immer wieder von links bis weit ins bürgerliche Justemilieu verkündet wird.

In Tat und Wahrheit dürfte die mit einer aus Sri Lanka stammenden Schweizerin verheiratete Politikerin und frühere Bankerin politisch weiter links zu verorten sein, wenn man sie etwa an dem in Deutschland nach wie vor anerkannten legendäre CSU-Vorsitzenden Franz-Josef Strauss misst, denn in Strauss’ gesellschaftspolitischen Vorstellungen hätte eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft, um nur ein (aber ein wichtiges) Beispiel zu nennen, keinen Platz gehabt.

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