Fast 70.000 Ukrainer sind vor den russischen Bomben in die Schweiz geflüchtet. Für Maja Riniker kein Problem: Die Nationalratspräsidentin hat sich in die Ukraine gewagt, wo sie drei Tage lang Land und Leute besuchte, unter anderem Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Wie Medien nun berichten, musste die höchste Schweizerin während einer Nacht tief hinab in den Bunker, um sich vor russischen Drohnenangriffen zu schützen. Sie habe sich auf ihrer Reise trotzdem stets sicher gefühlt. Sicher im Drohnenangriff? Nicht der einzige Widerspruch der Schweizer Ukraine-Reise.
So berichtete FDP-Nationalrat Laurent Wehrli, der mit Riniker unterwegs war, dass die Ukrainer sich nach wie vor nach Schweizer Kriegsmaterial erkundigen. «Sie wünschen sich, dass die Schweiz ihnen Waffen schickt», sagt Wehrli zu Le Temps. Ganz offensichtlich nehmen es die Ukrainer der Schweiz auch nach drei Jahren Krieg immer noch nicht ab, dass sie eigentlich neutral ist.