«Historische Ankündigung» im US-Wahlkampf: Es sieht ganz so aus, als plant Robert F. Kennedy Jr. einen Sololauf – ohne demokratische Partei im Rücken
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«Historische Ankündigung» im US-Wahlkampf: Es sieht ganz so aus, als plant Robert F. Kennedy Jr. einen Sololauf – ohne demokratische Partei im Rücken

Der US-Wahlkampf wird immer brisanter: Joe Biden, der 2024 wiedergewählt werden will, ist in einem beängstigenden Tief: 74 Prozent der Bevölkerung glaubt nicht mehr an den amtierenden Präsidenten der Demokraten, wie CNN berichtete.

Donald Trump hat zwar eine hohe Zustimmung, doch seine Probleme mit der Justiz sind für den Topfavoriten der Republikaner gefährlich. Robert F. Kennedy Jr. ist der dritte Mann, über den alle sprechen. Neben Marianne Williamson ist er bisher der einzige Kandidat der Demokraten, der gegen Präsident Biden antritt.

JOSH REYNOLDS / KEYSTONE
Robert F
JOSH REYNOLDS / KEYSTONE

Nun veröffentlichte der Neffe von JFK aber ein Video, in dem er andeutet, als unabhängiger Kandidat Präsident werden zu wollen.

Er versprach für den 9. Oktober in Philadelphia, «dem Geburtsort unserer Nation (…) eine historische Ankündigung». Er werde über «eine grundlegende Veränderung in der amerikanischen Politik» sprechen. Während Bilder von Biden und Trump eingeblendet werden, spricht er von «Korruption» in «beiden politischen Parteien». Seine Wahlkampagne der letzten sechs Monate habe gezeigt, dass «es einen Weg zum Sieg» gebe, die Quelle dafür sei die «Güte des amerikanischen Volkes».

Kennedy im Wortlaut: «Unsere Regierung mag verlogen sein, das Volk aber ist zuvorkommend, tapfer und rücksichtsvoll. Diese Güte ist stärker als das, was uns auseinandertreibt. Ich nehme das jeden Tag auf meiner Wahlkampftour wahr. Je öfter ich es sehe, desto mehr Vertrauen schöpfe ich. Und je mehr Vertrauen ich habe, desto sichtbarer wird der Weg zum Sieg. Wie werden wir gegen die festgefahrenen Interessen in Washington gewinnen? Nicht, indem wir das Spiel der korrupten Regeln mitmachen, welche die korrupten Mächte und die Interessensgruppen aufgestellt haben, um uns zu unterjochen. Stattdessen müssen wir die Prämissen umschreiben und die Gepflogenheiten der amerikanischen Politik ändern. Wir werden die gewaltige Macht des Volks anzapfen und ein ehrliches, friedliches, rechtschaffenes, blühendes Amerika zurückgewinnen. Ich lade Sie ein, am 9. Oktober nach Philadelphia zu kommen. Dort werde ich ihnen mitteilen, wie unser Weg ins Weissen Haus ausschaut und wie wir alle bei der Heilung unserer Nation mitmachen können.»

In Amerika ist man sich einig, dass Kennedy am 9. Oktober seiner angestammten Partei adieu sagt und sich den Weg ins Weisse Haus im Alleingang ebnen will. Einige wenige vermuten, dass der 69-Jährige mit der «Libertarian Party», den Libertären, antreten wird.

Für die Demokraten wäre das Ausscheiden Kennedys aus ihrer Partei eine schlechte Nachricht. Ohne ihn dürften sie bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr wichtige Stimmen verlieren. Nutzniesser wäre der Kandidat der Republikaner. Im Moment ist das Donald Trump.

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