Deutschlands Regierung wird gemeinsam mit Jordanien eine Luftbrücke für Hilfslieferungen in den Gazastreifen einrichten. Das kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts an, wie die Bild-Zeitung berichtet. Ziel sei es, das «humanitäre Leiden der Zivilbevölkerung in Gaza schnellstmöglich» zu lindern. Unterstützt werden soll die Aktion auch von Frankreich und Grossbritannien, wie Merz erklärte.
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Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) wurde beauftragt, die Koordination mit den europäischen Partnern zu übernehmen. Merz betonte jedoch, dass die Luftbrücke «nur eine kleine Hilfe» sei. Parallel dazu sollen diplomatische Bemühungen intensiviert werden. Aussenminister Johann Wadephul (CDU) werde noch in dieser Woche in die Region reisen, um Gespräche über einen Waffenstillstand zu führen.
Dabei stellte der Kanzler klar: «Für die Bundesregierung steht ausser Zweifel, dass es der grausame und unmenschliche Terror der Hamas am 7. Oktober 2023 war, der die Kämpfe in Gaza ausgelöst hat.» Merz forderte zudem die sofortige Freilassung aller Geiseln – darunter auch deutsche Staatsbürger. Er sprach sich gegen weitere Vertreibungen von Palästinensern aus dem Gazastreifen sowie gegen den israelischen Siedlungsbau im Westjordanland aus.