Weltwoche: Herr Teske, Sie haben ein viel beachtetes Buch über Missstände im öffentlichen-rechtliche Rundfunk geschrieben, besonders bei der ARD-»Tagesschau. Bevor wir darüber sprechen, kurz zu Ihrer Person: Wer sind Sie?
Alexander Teske: Ich bin Sachse, geboren in Leipzig, geprägt durch die DDR-Diktatur. Die ersten siebzehn Jahre meines Lebens lebte ich in einem System, in dem man für einen politischen Witz Ärger bekommen konnte. Ich flog zweimal von der Schule – auch aus politischen Gründen. Die Wende 1989 war ein Glücksfall, der mir die Freiheit gab, Journalist zu werden. Ich habe gelernt, Strukturen zu hinterfragen, sei es in der DDR oder heute im öffentlich-rechtlichen Rund ...