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Daniel Ryser würdigt Rapper Haftbefehl als Heimatdichter Deutschlands, Jessica Durlacher über die Rückkehr des Antisemitismus, Whistleblower Frédéric Baldan klagt gegen Ursula von der Leyen

Daniel Ryser würdigt Rapper Haftbefehl als Heimatdichter Deutschlands, Jessica Durlacher über die Rückkehr des Antisemitismus, Whistleblower Frédéric Baldan klagt gegen Ursula von der Leyen

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Daniel Ryser würdigt Rapper Haftbefehl als Heimatdichter Deutschlands,  Jessica Durlacher über die Rückkehr des Antisemitismus,  Whistleblower Frédéric Baldan klagt gegen Ursula von der Leyen
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Selten gibt eine TV-Dokumentation so zu reden wie jene über den deutschen Rapper Haftbefehl. Der erschütternde Film, der den Fall des drogensüchtigen Erfolgsmusikers aus Offenbach aus nächster Nähe zeigt, erreichte in der Schweiz, in Österreich und Deutschland auf Anhieb Platz eins der Netflix-Charts. Unser Autor Daniel Ryser hat sich «Babo – Die Haftbefehl-Story» angeschaut und sieht darin nicht einfach die Zurschaustellung des Absturzes eines einzelnen Menschen – die Geschichte des 39-jährigen Deutsch-Rappers mit türkischen Wurzeln stehe für etwas Grösseres: «Das Röcheln eines erschöpften Körpers wird zum akustischen Symbol einer Gesellschaft», diagnostiziert Ryser. Seite 10

«Wir halten wieder den Atem an»: Bestsellerautorin Durlacher.

 

Es ist ein Fall der Superlative. Es geht um den teuersten und geheimsten Deal in der Geschichte der EU. Und im Zentrum steht die mächtigste Frau Europas. Auf dem Höhepunkt der Covid-Krise bestellte Ursula von der Leyen bei Pfizer Impfstoffe im Wert von 35 Milliarden Euro. Bei -dieser Riesensumme müssen strikte Regeln eingehalten werden. Doch von der Leyen foutierte sich um Transparenz. Sie verhandelte den Deal allein, «in alter Gutsherrenmanier», ohne Zeugen. Die SMS, über welche sie den Deal abwickelte, wurden zerstört. Der belgische Whistleblower Frédéric Baldan hat Strafanzeige gegen von der Leyen eingereicht. Und bezahlt dafür einen hohen Preis. Im Gespräch mit Urs Gehriger gibt er Einblick in eigenmächtiges Handeln an der EU-Spitze und das Machtlabyrinth der Lobbys in Brüssel. Seite 26

 

Der Antisemitismus ist zurück – und wie. Nach achtzig Jahren hat die bleierne Traurigkeit, die zum Wort «Holocaust» gehört, ausgedient. Es gibt etwas Neues, das diese Traurigkeit aufhebt: Die angebliche Schuld der Juden. «Inzwischen halten wir bei jeder Gedenkveranstaltung den Atem an, aus Angst», schreibt Jessica Durlacher in ihrem Essay in Erinnerung an die Reichskristallnacht 1938. Die Aggression richte sich nicht gegen die Regierung Israels, die den Krieg führt, sondern gegen sein gesamtes Volk und alle in der Diaspora, die mit dem jüdischen Land verbunden sind. «Das macht es zu einem rassischen Hass, genährt von einer neuen, aber ebenso virulenten Form der Propaganda wie damals unter dem Naziregime.» Seite 32

 

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