Die Werte der AfD steigen, die der CDU sinken. Und nächstes Jahr wird in fünf Bundesländern gewählt. Wen wundert’s, dass bei Christdemokraten nackte Panik herrscht.
Jetzt hat es Generalsekretär Carsten Linnemann erwischt, den man bislang zu den klügeren Köpfen rechnen konnte.
Wegen eines Interviews mit Alice Weidel sieht er die AfD-Chefin auf dem Weg zum «rechtsextremen Verdachtsfall». Ihr Vergehen: Sie hatte den Satz «Jugend muss durch Jugend geführt werden», der auf dem Gründungskongress des AfD-Nachwuchses fiel, nicht nur wiederholt, sondern auch verteidigt.
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Was niemand ausser missbilligenden Besserwissern mit sensiblen Suchmaschinen wusste: Der Spruch wurde in der Hitlerjugend verwendet.
Doch nichts an diesem Satz ist rassistisch, unmenschlich, hetzend. Vor allem ist nichts falsch: Er beschreibt moderne Erziehung. Nur Lehrer Lämpel könnte an ihm Anstoss nehmen.
Doch das zählt nicht. Es zählt nur, die AfD in Misskredit zu bringen, mit hanebüchenen Vorwürfen – mal sind sie Nazis, mal Vaterlandsverräter, mal Gift für die Wirtschaft.
Die Union wirkt wie ein Mann, der sich mit wild wedelnden Armen eines Mückenschwarmes zu erwehren sucht.
Bringt nichts, hat nichts gebracht, wird nichts bringen.