Der neue Armeechef Benedikt Roos ist seit 100 Tagen im Amt und hat bereits eine erste Bilanz vorgelegt – und diese ist aus Sicht einer unabhängigen Schweiz schlicht erschütternd. Roos betätigt sich weniger als oberster Soldat, sondern vielmehr als Politakteur, der die sicherheitspolitische Unterwerfung unter Brüssel und die Nato vorantreibt.
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Er betet die Bedrohungsszenarien der EU nach und behauptet, die Schweiz könne sich im Ernstfall gar nicht mehr selbst verteidigen, sondern sei auf die Nato angewiesen. Das ist eine fundamentale Neutralitätsverlotterung: Anstatt die bewaffnete, immerwährende Neutralität als unser stärkstes Schutzschild zu stärken, bereitet Roos geistig den Nato-Beitritt vor.
Dabei macht gerade die Abkehr von der Neutralität die Schweiz erst zur Zielscheibe, da wir uns so in die Händel fremder Mächte hineinziehen lassen. Ein Armeechef sollte sich auf die Verteidigungsfähigkeit konzentrieren, anstatt die Schweiz in ein Kriegsbündnis hineinzureden, das uns nicht sicherer, sondern verwundbarer macht.