Peter Boehringer gehört zu den interessantesten Köpfen der AfD. Der libertäre Ökonom und Buchautor ist seit über zehn Jahren in der Partei. 2017 zog er in den Bundestag ein, leitete vier Jahre den Haushaltsausschuss und brachte es zum stellvertretenden Bundessprecher – direkt hinter den Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla. Boehringer verantwortet auch das Parteiprogramm. Im Gespräch mit der Weltwoche spricht er über interne Grabenkämpfe in der AfD, über die aus seiner Sicht groteske Dämonisierung von Björn Höcke, über Fehlentwicklungen und Chancen der Bundesrepublik – und darüber, weshalb Deutschland ernsthaft über eine Neutralität nach Schweizer Vorbild nachdenken sollte. Seite 18
Pius Sprenger, in der Bodenseeregion aufgewachsen, schaffte es über London in die schillernde Welt der Hochfinanz. Als Wall-Street--Investmentbanker arbeitete er für Morgan Stanley, Lehman Brothers und die Deutsche Bank – und erlebte die Subprime-Katastrophe von 2008 aus nächster Nähe. Später -wechselte er zu Cantor Fitzgerald, wo er für Howard Lutnick, den heutigen US-Handelsminister, tätig war. Im grossen Weltwoche-Interview spricht der promovierte Mathematiker über eine Welt im Umbruch, das Potenzial der künstlichen Intelligenz, den Wert des Schweizer Bankgeheimnisses – und erklärt, warum der Bitcoin 10 Millionen Dollar erreichen könnte. Seite 28
Warum sollte man heute noch Lessing lesen? Manche verbinden mit dem Namen die Erinnerung an zähe Schulstunden, die sie mit «Nathan der Weise» und «Emilia Galotti» verbrachten. Aber der Aufklärer war mehr als ein etwas biederer Mahner zu mehr Toleranz und religiöser Verständigung. Gotthold Ephraim Lessing, geboren 1729, war ein leidenschaftlicher Polemiker, der keiner theologischen, ästhetischen oder philosophischen Debatte aus dem Weg ging. Absolutheitsansprüche liess er nicht gelten, was er forderte, war intellektuelle Redlichkeit. Darin liegt Lessings Aktualität: Er erinnert daran, dass Aufklärung ein Prozess ist, kein Zustand. Sie lebt von der Bereitschaft, den eigenen Standpunkt zu riskieren. Seite 40
In der Nacht auf Montag finden in Los Angeles die Oscar-Verleihungen statt. Der meistgenannte Favorit heisst «One Battle After Another». Das fast dreistündige politisch aufgeladene Action-Drama von Paul Thomas Anderson mit Leonardo DiCaprio und Sean Penn in den Hauptrollen brachte die Kritikergemeinde weltweit in Verzückung. Wir baten David Mamet, Regisseur, Drehbuchautor und Pulitzer-Preisträger, um seine Einschätzung. Was ist an «One Battle After Another» so gut? Ist er tatsächlich der Film des Jahres? Mamets messerscharfe Analyse: Seite 44
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