Comic
Verzerrt bis zur Wirklichkeit
Christophe Blain: Paradis perdus. Cartoonmuseum Basel. Bis 15. März
An dem Hagestolz mit den Schiesseisen an den schlenkernden O-Beinen und dem Riesen-Stetson auf dem Kopf fällt die Nase aus dem Rahmen: eine Besenstiel-Nase, die immer neue Beute wittert. Der Schlacks heisst Gus und ist aus dem Holz geschnitzt, über das die Westwinde pfeifen: ein Westerner, allerdings aus einer Frontierwelt, die nur noch Fassade ist. «Gus», so der Titel des Comics, zeigt dem Genre eine lange Nase. Jener «Realismus», den Jean Giraud mit «Leutnant Blueberry» auf Papier zum Glühen brachte, ist verkohlt, und Gus und seine Gaunerkumpel kicken mit den Resten herum, ein bisschen wie die Katzenjammer-Kids. ...

