Das Aufregendste, was über Philipp Amthor bislang zu lesen war, handelte von einer Lobbyismus-Affäre, die 2020 öffentlich wurde. Amthor, damals 27, war seit drei Jahren für die CDU im Bundestag und trommelte in Berlin ein bisschen für ein IT-Start-up für künstliche Intelligenz, sass dort im Aufsichtsrat und wurde wohl mit einem Aktienpaket im Wert von einer Viertelmillion Dollar und finanzierten Reisen nach New York, Korsika und St. Moritz honoriert. Amthor sagte: «Es war ein Fehler», und beendete seine Tätigkeit. Einen weiteren Nebenerwerb bei der Wirtschaftskanzlei White & Case liess er ebenfalls auslaufen, um sich «politisch nicht noch angreifbarer zu machen». ...