Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Intern

Titelgeschichte über Nemo, Uhren-Spezial, die Weltwoche hat einen neuen Internet-Auftritt

Anhören ( 3 min ) 1.0× +
Titelgeschichte über Nemo, Uhren-Spezial, die Weltwoche hat einen neuen Internet-Auftritt
Titelgeschichte über Nemo, Uhren-Spezial, die Weltwoche hat einen neuen Internet-Auftritt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Zu den bekanntesten Schweizer Israelkritikern gehört der geschlechtlich schillernde Sänger Nemo. Seine Boykottaufrufe gegen Israel angesichts der Situation in Gaza machten Schlagzeilen auf der ganzen Welt. Unser Kollege Christoph Mörgeli beleuchtet diesen Umstand unter einer bisher noch unbekannten Perspektive, nämlich der Familiengeschichte des Bieler Künstlers, einer Familiengeschichte, die dunkle, ziemlich braune Schatten aufweist. Einige von Nemos direkten Vorfahren, darunter ein bekannter Industrieller, waren überzeugte Schweizer Nationalsozialisten. Vor diesem Hintergrund muten die selektiven Einlassungen Nemos zu Israel zumindest fragwürdig an. Sie lassen einen erstaunlichen Mangel an historischem Bewusstsein erkennen.

Entschleunigende Lektüre.

Der Staat Israel wurde als Zufluchtsort für jüdische Überlebende nach dem Holocaust gegründet. Nemos Boykottaufrufe gegen Israel sind Ausdruck mangelnder Sensibilität für die historische Kontinuität, vor allem dann, wenn der sich so moralisch und sensibel gebende Künstler die eigene Geschichte nicht öffentlich reflektiert, wohl aber die unmittelbare Geschichte Israels in sehr einseitiger Hinsicht. Im Wissen, dass im Nationalsozialismus der Holocaust seinen Anfang mit Boykottaufrufen nahm, wirken die Äusserungen Nemos nicht nur heuchlerisch, sondern ignorant und taktlos.

Nemo setzt sich dem Vorwurf aus, er wolle die historische Schuld seiner Verwandten relativieren, indem er Israel jener Verbrechen beschuldigt («Völkermord»), an denen seine Vorfahren zumindest geistig und indirekt beteiligt waren. Man könnte auch auf den Gedanken kommen, dass Nemo im Tarnkleid der Israelkritik und humanitärer Bedenken die ideologische Tradition antisemitischer Vorurteile seiner Vorfahren in die Gegenwart verlängert. Von einem international bekannten Künstler, der Einfluss ausübt, darf erwartet werden, dass er sich mit dem heiklen Thema, zu dem er sich äussert, vertieft auseinandersetzt. Im Fall Israels ist eine speziell fundierte Kenntnis geschichtlicher Zusammenhänge erforderlich, in denen auch die Rolle des eigenen Landes und insbesondere die Rolle der eigenen Familie mitbedacht werden muss.

Wenn Nemo kein familiär geprägter Antisemit ist, was hoffentlich der Fall ist, so ist er zumindest ein weiteres bedauerliches Beispiel für die schreckliche Oberflächlichkeit, für das geschichtsblinde Schwätzertum, mit dem sich Prominente auf Kosten Israels moralisch wichtigmachen. Nemo inszeniert sich als Vertreter einer «achtsamen» und «wachsamen», «woken» Schweiz. Achtloser und taktloser wie er kann man sich angesichts des eigenen Familienhintergrunds zu Israel kaum äussern. zur Story

 

Die Zeit dominiert unseren schnelllebigen Alltag wie nie zuvor. Mechanische Armbanduhren muten da geradezu anachronistisch an. Doch genau das – dass sie wirken wie aus der Zeit gefallen – macht sie wohl so begehrenswert. Ob Sie es sportlich mögen, eher schlicht, oder ob Sie dem Trend der Tech-Boys aus dem Silicon Valley folgen – in unserem Uhren-Spezial finden Sie Modelle für alle Situationen und jeden Geschmack. Ausserdem erfahren Sie, was die Chefs der grossen Schweizer Uhrenmanufakturen für das Jahr 2026 geplant haben. Wir wünschen entschleunigende Lektüre.

Ab heute erscheint die Weltwoche digital in einem neuen Gewand. ​Eine Neuerung ist die Rubrik «Rede & Gegenrede». Wir wollen damit den Dialog mit Ihnen, liebe Leserinnen, liebe Leser, sichtbarer machen. Besuchen Sie uns auf Weltwoche.ch und Weltwoche.de – wir freuen uns!

 

Ihre Weltwoche

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.