Man weiss gar nicht recht, wo man anfangen soll – so zahlreich, so deckungsgleich auch sind die Beschimpfungen und Belehrungen, die derzeit wieder einmal aus deutschen Landen über die Schweiz ergehen. Neutralität, so der Tenor, geht gar nicht. Und die direkte Demokratie ist nur ein Hindernis. Der deutsche Botschafter in Bern, Michael Flügger, rügt das Gastland als «altmodisch neutralistisch». CDU-Politiker Roderich Kiesewetter wettert, die Verteidigungsausgaben der Schweiz seien ein «Witz». Sie müsse sich «entscheiden, wo sie steht». Neutralität sei «keine Option» mehr.
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