Die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens (SRF) war sich letzte Woche nicht zu schade, einem neuen Buch mit dem Titel «Meistgeklickt» einen vollen Beitrag zu widmen. Autoren des Buchs sind die seit der Zuger Landammann-Feier von 2014 schweizweit bekannte Jolanda Spiess-Hegglin sowie ihr journalistischer Kampfgefährte Hansi Voigt. Ausgiebig wurde die frühere grüne Kantonsrätin zur besten Sendezeit als Medienopfer inszeniert. Gleichzeitig gibt sich SRF moralisch als unbeflecktes Qualitätsmedium, wie wenn dessen Reporter mit Spiess-Hegglin rücksichtsvoller umgegangen wäre («Aber ans Fremdküssen können Sie sich erinnern?»). Es ist denkbar, dass der Blick damals die Persönli ...