Die Erzählung vom Unterschied zwischen Sex und Liebe kennt ihre Rollen: Er will Begehren, sie will Bindung. Er ist getrieben, sie wartet. Er brennt, sie bewahrt. Doch wie alle populären Narrative ist auch dieses mehr Wunsch als Wirklichkeit. Denn in Wahrheit ist es oft die Frau, die das Feuer hütet. Aber eben nicht aus Fürsorge, sondern aus Eigeninteresse. Nicht weil sie treu ist, sondern weil sie begehrt. Dass Frauen weniger Sex wollen, ist eine kulturelle Lüge. Eine, die sich hartnäckig hält, weil sie bequem ist. Für Männer, die ihr eigenes Nachlassen an Lust auf die Monogamie schieben. Für Frauen, die lieber als frustriert denn als ungestillt gelten. Und für eine Gesellsc ...