Probleme, die man nicht lösen kann oder will, muss man kräftig verharmlosen. So war in den letzten Tagen der Umgang der Politik, aber auch der meisten Medien, mit dem zehnjährigen Bestehen von Angela Merkels willkürlicher Grenzöffnung. Ihr Schlachtruf «Wir schaffen das» traf damals auf eine beim Migrationsthema bereits verwundete und verunsicherte Gesellschaft. Fünf Jahre zuvor hatte mein Buch «Deutschland schafft sich ab», in dem ich die Folgen des ungelösten Migrationsproblems analysierte und nüchtern beschrieb, eine beispiellose Debatte ausgelöst. Für viele wurde ich vorübergehend zum Helden und das Buch zur neuen Bibel. Aber die Mehrheit der Meinungsmacher in Politik ...