«Lesen macht sexy», erzählt zurzeit eine Werbung. Und zeigt attraktive junge Menschen, die auf ihr Smartphone schauen und, so sieht’s aus, lesen. Auftraggeberin ist eine Gratiszeitung, deren Nutzer eher für rasches Blättern durch die gedruckte Ausgabe (die ab kommendem Jahr nicht mehr erscheint) beziehungsweise schnelles Scrollen durch die Online-Version bekannt sind als für langes Lesen. Aber egal, es handelt sich um Reklame. Und es ist immer noch besser, wenn die Leute, besonders die Jungen, etwas nutzen, das als journalistisches Erzeugnis beschrieben werden kann. Nicht wahr?
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