Nationen hast du vertrieben, unsere Vorfahren aber eingepflanzt (Psalm 44, 3). – Die Vertreibung aus ihrem Wohngebiet ist eine leidvolle Erfahrung unzähliger Menschen. Im Alten Testament wird die Einwanderung der Israeliten in Kanaan so dargestellt, dass Gott selber die dortigen Bewohner vertrieben habe. Über 2000 Jahre lang waren allerdings die Juden ihrerseits das am häufigsten vertriebene Volk. Nach der Shoah entstand ein Druck, ihnen ein eigenes Staatsgebiet zu gewähren – das natürlich nicht menschenleer war. Um die Proportionen zu wahren, ist es unerlässlich, die Vertreibungen und Fluchtströme 1945 bis 1950 zu erwähnen.
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