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Nachruf auf das Freibad
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Anabel Schunke

Nachruf auf das Freibad

Was am Beckenrand beginnt, reicht bis tief in die Gesellschaft hinein.
Eine der häufigsten Fragen, die mir in den letzten Jahren von Lesern gestellt wurden, war jene nach den eigenen Methoden, um den «Wahnsinn» in Deutschland zu überstehen. In der Tat hat sich mein Umgang mit den täglichen Meldungen aus der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren verändert. Wo früher vor allem Wut und Verzweiflung in meinen Texten dominierten, findet sich heute vor allem Sarkasmus. Natürlich rege ich mich immer noch auf, aber nicht mehr so wie damals, als alles anfing. Das hat letztlich auch etwas mit Selbstschutz und der Tatsache zu tun, dass der Deutsche eh nur lernt, wenn es in seiner eigenen Realität anfängt, richtig weh zu tun. Aber vielleicht sollten wir ...
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