Benedikt Weibel, heute 79-jährig, war von 1993 bis 2006 Chef der SBB. Weibel, aufgewachsen in Solothurn und von Freunden «Beppo» genannt, formte in seiner Amtszeit den zuvor eher betulichen Staatsbetrieb zu einem dynamischen Unternehmen um. Stellenreduktion und höhere Effizienz waren unter ihm plötzlich keine Tabus mehr. Eines seiner wichtigsten Projekte war die Bahn 2000, die den SBB einen gewaltigen Schub an Professionalität wie Popularität brachte. Nach seinem Abgang bei den SBB (altershalber) war Dr. rer. pol. Weibel Dozent an der Universität Bern und zugleich über zehn Jahre lang Aufsichtsratsvorsitzender der österreichischen Westbahn, des erfolgreichsten privaten Bahnprojekts dieses Landes.
Caro / Oberhaeuser
Weibel, obschon ein Leben lang als -Manager unterwegs, war nie ein Bürogummi. Outdoor-Aktivitäten hatten für ihn immer hohe Priorität. So hat er bis heute ein Patent als Bergführer, und es gibt kaum eine Wand im Jura, die er als Felskletterer nicht überwunden hat. Seine Frau Verena ist sportlich ähnlich ambitioniert. Sie ist Mitbegründerin des Berner Frauenlaufs und im Golf dem Gatten doch recht klar überlegen.
Weibel hat rund ein Dutzend Bücher aus dem Themenbereich Management und Arbeit geschrieben. Sie heissen unter anderem «Wir Mobilitätsmenschen», «-Simplicity – Die Kunst, die Komplexität zu reduzieren», «Mir nach! Erfolgreich führen» und «Endlich beginnen die Schwierigkeiten». Weibel ist zudem ein besessener Leser von Literatur. Zuletzt veröffentlichte er sein Buch «Abenteuer Lesen», in dem er die einhundert Bücher vorstellt, deren Lektüre ihn begeistert und geprägt hat. Mit dem neuen Buch ist er derzeit auch auf Vorlesungstournee.