Gross war in Nigeria die Hoffnung, als Muhammadu Buhari vor zehn Jahren von vielen völlig unerwartet zum Präsidenten des mit 220 Millionen Menschen bevölkerungsreichsten Landes in Afrika gewählt wurde – und es damit dort erstmals seit dessen Unabhängigkeit im Jahre 1960 zu einem Machtwechsel von der Regierung zur Opposition kam. Wie schwer es werden würde, die tiefgespaltene Nation zusammenzuhalten, zeigte bereits damals das Wahlergebnis: Während Ex-General Buhari vor allem in den bitterarmen muslimischen Bundesstaaten im Norden teilweise haushoch gewann, lagen die Hochburgen der abgewählten Regierung fast ausnahmslos im christlichen und wirtschaftsstarken Süden des Lande ...