Alles ist Tragik. Der Rest ist Rechtfertigung. Über zwei Stunden, manche vergeblich, standen dieser Tage Hunderte von Fans, von Lesern, Deutschen in der Berliner Buchhandlung Dussmann an, um ein Autogramm, eine Widmung ihrer früheren Kanzlerin zu ergattern. Die Menschenschlange wand, ringelte sich über Treppen und Etagen hoch, der Menschenverkehr musste mit Posten und Absperrungen geregelt werden, einige hielten gleich mehrere Bände in den Händen. Unsichtbar, irgendwo weit oben sass Angela Merkel an einem Tisch, bedrängt, belagert, immer noch eine Art Rockstar in Deutschland, die Verkörperung einer bestimmten Epoche der Bundesrepublik, unwiderruflich vorbei, ferner Zauber, nach ...