Ich hatte mal einen Freund, der mit 42 in den Vorruhestand trat. Weil er in verhältnismässig jungen Jahren schon zu Geld gekommen war (dem seines Vaters nämlich). Damit kaufte er sich einen neuen Sportwagen und ein altes Motorrad unter anderem. Und brauchte dann jemanden, der ihn auf Ausfahrten begleitete. Was für mich herausfordernd war, denn Wochentage hatten für meinen Freund kaum mehr Bedeutung – «Wenn der Montag ein Sonntag ist», die Headline eines Spiegel-Artikels über Erben ist ein Volltreffer –, doch ich war 38, kein erwähnenswertes Erbe in Sicht, und also berufstätig. Mit meinem nächsten Erben-Buddy ging’s leichter, er fragte Gesellschaft erst abends nach und ...