Bern
Der Anfang war eine exklusive Einladung, das Ende ist ein politischer Sündenfall. Obwohl sie aussenpolitisch noch nie in Erscheinung getreten war, wurde die damalige Mitte-Nationalrätin Marianne Binder-Keller im Oktober 2022 als einzige Vertreterin der grossen Kammer auserwählt, Bundesrat Ignazio Cassis und einige Bundesbedienstete auf einer im Vorfeld geheim gehaltenen Reise nach Kiew zu begleiten. Die nächtliche Fahrt im abgedunkelten Zug, das Heulen der Sirenen und die Begegnung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi haben die Frau derart tief beeindruckt, dass sie sich geschworen habe, in diesem Konflikt ohne Wenn und Aber auf der Seite der Ukrai ...