Die Ermordung von Ismail Haniyeh, dem Chef des Politbüros der Hamas, kam überraschend. Sie wird aus mehreren Gründen dramatische Folgen haben. Erstens war Haniyeh als «Chefdiplomat» der Radikal-Islamisten der wichtigste Gesprächspartner seitens der Hamas bei den Verhandlungen über die Befreiung der Geiseln im Gazastreifen. Diese Verhandlungen sind jetzt bis auf weiteres unterbrochen. Zweitens hielt sich Haniyeh zum Zeitpunkt der gezielten Tötung in Teheran auf. Dort war er Gast der Islamischen Republik. Sie hatte ihn zur Amtseinführung von Präsident Massud Peseschkian eingeladen. Haniyehs Nähe zu den Ayatollahs zeigt sich drittens auch darin, dass er kurz vor seiner Ermordun ...