Im heissen Sommer 1979 arbeitete ich zwei Monate lang im Kibbuz Afek in der Nähe von Haifa. Es war das erste Mal, dass ich Israel besuchte. Ich war siebzehn und ging mit einer nichtjüdischen Freundin dorthin, fröhlich, beide zum ersten Mal mit der Pille als Vorsichtsmassnahme, aber auch aus dem festen Entschluss heraus, dass es jetzt oder nie war. Schon am zweiten Tag entdeckte meine resolute Freundin ihren Prinzen in einem schönen, hochgewachsenen Kibbuznik mit schmachtendem Blick, der immer high vom Marihuana war und mit dem sie noch am selben Abend zusammenzog. Ich wurde mit zehn Fremden in einem verschwitzten Schlafsaal mit einer Toilette zurückgelassen.
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