Er kam aus dem Nichts, sah seltsam aus, sagte Unerhörtes – und siegte. Noch vor einem Jahr kannte ausserhalb von Argentinien kaum einer den Namen von Javier Milei. In seiner Heimat genoss der 1970 in Palermo (einem Stadtteil von Buenos Aires) als Sohn eines Busfahrers und einer Hausfrau geborene Wirtschaftsprofessor eine gewisse Bekanntheit als exzentrischer Radio- und TV-Talker, der mit provokativen Ein- und Ausfällen immer wieder für Aufregung sorgte. Doch sein Sieg bei den Vorwahlen im letzten August kam ebenso unerwartet wie seine Wahl zum Präsidenten Argentiniens im letzten November mit komfortablen 55,65 Prozent der Stimmen.
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