Mich ekelt vor meinem Leben, meiner Klage will ich freien Lauf lassen […] Ich sage zu Gott: Sprich mich nicht schuldig, lass mich wissen, warum du gegen mich streitest. (Hiob 10, 1f.). – Der in sagenhaftem Reichtum lebende Hiob wurde von Schicksalsschlägen heimgesucht und blieb mit seiner Frau verzweifelt und gebrochen zurück. Er bricht in Wehklagen aus und verflucht sein Leben. Drei Freunde wollen ihn trösten mit den simplen Argumenten der Kausalität: Es handle sich doch gewiss um eine Strafe, weil er schuldig geworden sei. Hiob hält sich nicht für perfekt, verzweifelt jedoch am Missverhältnis zwischen seiner Gottestreue und seinem Schicksal. Er erreicht den Zustand, der ...