Es war einmal die Welt der Modefotografie: schockierend, revolutionär, menschlich. Teil eines sexuellen Befreiungskriegs, der vielleicht in den 1920er Jahren mit dem fotografierenden Baron Adolphe de Meyer anfängt, der seine Models die mythologische Feminität der Belle Époque verkörpern liess. Oder mit Edward Steichen, der in den 1930er Jahren das Mary-Pickford-Syndrom erfand: mädchenhafte Unschuld, bübische Individualität. Seine Models trugen Badekleider, schwangen Tennisschläger und schockierten Amerika. So hatte noch keiner gewagt, die Schönheit der Frau zu «überhöhen».
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