Sie glaubt an die künstlerische Freiheit, an politiklose Selbstdarstellung und hat keine Angst, zu sagen, was sie denkt. Scarlett Johansson ist einer der wenigen zeitgenössischen Stars, denen Akademiker Bücher und Aufsätze widmen, weil sie paradox ist und vorhersehbar, übersexualisiert, überweiblich, submissiv, aber kämpferisch, künstlerisch und engagiert und immerhin schon dreissig Jahre im Geschäft, ohne gecancelt oder vergessen worden zu sein. Darin wirkt sie wie etwas vergangenes Kostbares, das im Diversitätskampf-besessenen Hollywood rar geworden ist: eine Schauspielerin aus längst vergangenen Zeiten, als es, um vor das Publikum zu treten, nur die flimmernde Leinwand br ...