Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt setzt sein Leben ein für die Schafe. (Johannes 10,11) _ Jesus Christus stellt den Anspruch, eine Leitfigur für die Menschen zu sein. Das klingt unvernünftig. Wie kann einer, der nicht greifbar unter uns lebt, uns führen und leiten? Beim zweiten Hinhören kommt die Frage auf: Wer soll die Menschen führen, wenn man die Selbstaussage Jesu zurückweist? Braucht es überhaupt einen «Hirten»? Die Geschichte zeigt, dass Gesellschaftsordnungen mit straffer Führung viel häufiger waren als offene. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass der Mensch seine erste Lebensphase nur dank völliger Abhängigkeit überlebt. Die pubertäre Distanznahme ...