Eine «politische Hangrutschung», ein «Donnerschlag», ein «blaues Polit-Beben» — die österreichischen Zeitungskommentatoren überschlagen sich in blumig-drastischen Ausdrücken für das Ergebnis der Landtagswahl vom Sonntag in der Steiermark, dem zweitgrössten Flächenbundesland mit fast einer Million Wählern. Die Wahl ist ausgegangen wie vorhergesagt, nur noch spektakulärer. Die Freiheitliche Partei hat einen historischen Sieg errungen. Zum ersten Mal, seit in den neunziger Jahren Jörg Haider in Kärnten mehrmals Landeshauptmann, also Regierungschef war, könnte nun mit Mario Kunasek ein Freiheitlicher Landeshauptmann werden.
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