Beim Griff in die Wortschatzkiste fanden Journalisten in den 1990er Jahren das Wort Ikone. Es stammt vom russischen ikona für (Heiligen-)Bild und vom griechischen eikóna bzw. eikón für Bild im Allgemeinen und beschreibt «Kultbilder der byzantinisch-orthodoxen Kirche». Der Begriff wurde gekapert und wechselte aus der Welt des Sakralen in die Welt des Profanen. Eine Umwidmung, die Journalisten sprachlich leicht bewältigen: Man nehme ein Substantiv und verbinde es mit dem Wort Ikone. Nun hatte die Ikone erreicht, wofür der Duden heute zwei Bedeutungen nennt: 1. «Person, deren (Kleidungs-)Stil von vielen als nachahmenswert empfunden wird», sowie 2. «Gegenstand, der für einen be ...