Piet Mondrian, Polderlandschaft mit einem Zug und einer kleinen Windmühle am Horizont, 1906 – Schwer zu sagen, ob es eine grosse oder kleine Tragödie ist oder einfach nur eine weitere all der unzähligen conditions humaines – dass wir den Horizont zwar sehen, aber uns ihm nie nähern können, weil er immer gleich weit weg ist. Diesen Topos, diesen Sehnsuchtsort, an dem der Himmel die Erde berührt. Einst hielten ihn die Menschen für das Ende der Welt und wähnten einen fürchterlichen, höllischen Abgrund hinter ihm. Erst der romantische Mensch sah in ihm, dem stets Unerreichbaren, ein Tor zur Ewigkeit, hinter dem es keine Sehnsucht mehr gibt, sondern nur noch paradiesische Erf� ...