Max Pechstein, Die maskierte Frau, 1910 – So liess der Maler die immer morastiger werdende deutsche Erde hinter sich, um in der Ferne jenen feinkörnigen Sand unter den Füssen zu haben, den das Reich sich angeeignet hatte. Er ging auf die kleine Insel Palau im mikronesischen Meer, das damals zum Südseereich Deutsch-Neuguineas gehörte. Im Gepäck seine Malsachen und seine Frau Lotte. Im Kopf trug Max Pechstein (1881–1955) die ganze Welt einer universellen Sehnsucht; er hoffte, fernab von allem Gezwungenen und Kultivierten des Zivilisatorischen das unmaskierte Leben zu finden, diese Sinfonie des vermeintlichen Einklangs des Menschen mit der Schöpfung.
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