Wien
Es war bei der Weihe eines neuen Weihbischofs für die Steiermark in der Domkirche von Graz im Mai. Am Ende des grossen Gottesdienstes sprach nach dem sozialdemokratischen Bürgermeister aus dem Heimatort des neuen Bischofs auch der damals noch ziemlich neue Landeshauptmann Mario Kunasek, der der Freiheitlichen Partei, der FPÖ, angehört. Man traute seinen Ohren nicht: Er redete mit dem «lieben Johannes» so vertraulich, als ob er und der Weihbischof die besten alten Freunde wären – bis dann der Knalleffekt kam: Er werde jetzt wieder in die Kirche eintreten, versprach er, die er vor einigen Jahren verlassen hatte.
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