Friedrich «Fritzle» Haselmeyer klingt nicht wie einer jener häufig zungenbrecherischen Namen, die heutige Flüchtlinge in der Schweiz tragen. Fritzle kommt aus einem Städtchen «so um die Mitte Deutschlands herum», ist also keineswegs so kulturfremd wie ein Afghane oder Syrer oder Eritreer, aber umso erhellender sind die Parallelen, die von Haselmeyer ins Heute reichen. Haselmeyer ist die Hauptfigur in der Erzählung «Ein deutscher Flüchtling» (1850) von Jeremias Gotthelf, dem Autor von ikonischen Werken der Schweizer Literatur wie «Ueli der Knecht», «Ueli der Pächter», «Der Bauernspiegel» oder «Die schwarze Spinne». Fritzles Eltern sind «ehrliche Bürger». Sein Vate ...